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08.03.2006

15:05 Uhr

Plus von mehr als 8 Prozent

Außenhandel mit Nicht-EU-Ländern boomt

Deutschlands Handel mit Ländern außerhalb der EU boomt. An Bedeutung als Exportland zugenommen hat vor allem Russland. China entwicklet sich dagegen immer mehr zum Partner bei den Einfuhren.

HB WIESBADEN. Insgesamt exportierte die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr in diese so genannten Drittländer Waren im Wert von 287,6 Milliarden Euro - 8,5 Prozent mehr als noch im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Damit legten die Exporte in diese Länder stärker zu als die deutschen Gesamtausfuhren, die um 7,5 Prozent auf 786,2 Milliarden Euro stiegen.

Nach Russland legten die Ausfuhren um 15,3 Prozent auf 17,3 Milliarden Euro zu. Unterdurchschnittlich fiel das Exportplus hingegen mit 6,9 Prozent auf 69,3 Milliarden Euro in die Vereinigten Staaten und nach Japan mit 4,8 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro aus. In Länder der EU wurde mit einem Warenwert von 498,6 Milliarden Euro 6,9 Prozent mehr exportiert. In die nicht zur Eurozone zählenden EU-Mitgliedsländer ging mit Waren für insgesamt 158,8 Milliarden Euro 6,8 Prozent mehr, die Exporte in die Eurozone legten um 6,9 Prozent auf 339,8 Milliarden Euro zu.

Die deutschen Einfuhren insgesamt stiegen um 8,7 Prozent auf 625,6 Milliarden Euro. Dabei legten die Importe aus Drittländern mit einem Plus von 10,3 Prozent auf 256,8 Milliarden Euro deutlich stärker zu als die Gesamteinfuhren. Aus dem EU-Mitgliedsländern wurde mit Waren im Wert von 368,8 Milliarden Euro 7,6 Prozent mehr eingeführt. Die Warensendungen aus den nicht zur Eurozone zählenden EU-Staaten stiegen um 6,9 Prozent auf 119,7 Milliarden Euro, die aus der Eurozone um 8,0 Prozent auf 249,2 Milliarden Euro.

Überdurchschnittlich fiel das Wachstum dabei bei den Einfuhren aus Russland aus, die um 32,4 Prozent auf 21,6 Milliarden Euro zulegten, sowie bei den Importen aus China mit einem Plus von 21,6 Prozent auf 39,9 Milliarden Euro. Deutlich mehr Güter wurden auch aus der Schweiz (plus 8,6 Prozent auf 23,3 Milliarden Euro) bezogen. Die Einfuhren aus den Vereinigten Staaten stiegen hingegen nur leicht um 1,6 Prozent auf 41,3 Milliarden Euro. Innerhalb Europas legten die Einfuhren aus Finnland (plus 22,3 Prozent), Belgien (plus 17,3 Prozent) und den Niederlanden (plus 15,5 Prozent) stark zu.

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