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09.04.2012

09:34 Uhr

Positiver Ausblick

Chinas Inflation steigt überraschend stark

In China ist das alltägliche Leben teurer geworden: Wegen gestiegener Lebensmittelpreise stieg die Inflation im März überraschend stark an. Die gute Nachricht lautet aber: Es ist Besserung in Sicht.

In China sind die Preise für Lebensmittel stark gestiegen. ap

In China sind die Preise für Lebensmittel stark gestiegen.

PekingEin starker Anstieg der Lebensmittelpreise hat die Inflation in China überraschend nach oben getrieben. Doch Volkswirte gehen weiter von einer nachlassenden Teuerung aus. Dies ermögliche die erwartete Lockerung der Geldpolitik zur Stützung der Konjunktur.

Im März legten die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,6 Prozent zu, wie die nationale Statistikbehörde am Montag mitteilte. Analysten hatten lediglich mit einem Plus von 3,3 Prozent gerechnet, nachdem die Inflation im Februar noch bei 3,2 Prozent gelegen hatte. „Der März war ein relativ kalter Monat im Norden“, erläuterte Li Wei von Standard Chartred in Shanghai. „Das hat wohl dazu beigetragen, dass der Verbraucherpreis-Index für Lebensmittel höher als erwartet ausgefallen ist.“

Sorgen bereitet manchen Ökonomen die Entwicklung der Erzeugerpreise, die im März um 0,3 Prozent zurückgingen. Dies könne ein Hinweis auf eine Abschwächung der Nachfrage sein. „Das hat Einfluss auf unseren Ausblick, wie schnell sich die Wirtschaft erholt“, sagte Analystin Ren Xianfang von IHS Global Insight in Peking.

Kommentare (3)

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09.04.2012, 10:59 Uhr

Lieber Autor, die korrekte Beschreibung müsste lauten. "Die Erhöhung der Geldmenge (Inflation) trieb die Teuerung der Lebensmittelpreise um 3,6 % in die Höhe." Die Geldmenge wurde in den vergangenen Jahren durch die chinesische Zentralbank und der Geldschlöpfung von ungedeckten Papiergeld mittels Kreditvergabe enorm ausgeweitet. Wenn neu geschöpftes Geld einer weniger stark wachsenden Gütermenge gegebüber steht, steigen die Güterpreise.

yoski

09.04.2012, 12:16 Uhr

Und das sind nur die offiziellen Zahlen. Man muss sich fragen wie sinnvoll es ist Geisterstaedte auf Kredit zu finanzieren nur damit die BIP Zahlen gut aussehen.
Aus anderer Leute Fehler zu lernen (zb USA, Japan, Spanien) ist zu einfach, da sammelt man lieber selbst praktische Erfahrungen mit einer Immobilienblase.

WDW

13.04.2012, 07:51 Uhr

Die Realität ist viel komplexer.Man muss sich schon ansehen, woher China kommt. Es war/ist die Werkbank der Welt, weil es Dumping betreibt. Das heisst auch, die Löhne sind erschreckend niedrig. Langsam bildet sich dennoch eine Mittelschicht, die über das Internet erfährt, wie der Rest der Welt lebt und dem nacheifert. Dazu müssen deren Löhne steigen, aber auch die Ansprüche und umgekehrt. Es wird immer mehr Fleisch gegessen und es werden immer mehr Güter nach westlichem Muster benötigt. All das treibt die Preise weiter an. Eigentlich ist es eine klassische Lohn-Preis-Spirale mit verstärkenden Elementen.

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