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19.01.2015

14:04 Uhr

Preise steigen weniger stark

Bundesbank erwartet geringere Inflation

Der Preisrutsch bei den Ölpreisen drückt die Kosten an der Zapfsäule – und damit immer mehr die Inflation in Deutschland. Die Bundesbank erwartet zeitweise sogar eine Deflation. Die Wirtschaft dürfte stärker wachsen.

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FrankfurtDer dramatische Verfall der Rohölpreise dürfte die deutsche Konjunktur aus Sicht der Bundesbank in diesem und im kommenden Jahr spürbar befeuern. Hingegen werde der ohnehin geringe Preisauftrieb zusätzlich gebremst, schreibt die Notenbank in ihrem am Montag in Frankfurt veröffentlichten Monatsbericht. Die Preise könnten im laufenden Jahr sogar zeitweise sinken: „Bleiben die Rohölnotierungen auf dem gegenwärtigen Stand, dürften die Verbraucherpreise in Deutschland im laufenden Jahr nur wenig steigen, und vorübergehend könnten die Vorjahresraten sogar negativ ausfallen.“

Im Dezember war die jährliche Teuerungsrate in Deutschland auf 0,2 Prozent und damit auf den tiefsten Stand seit Oktober 2009 (0,0 Prozent) gesunken. Im Dezember hatte die Bundesbank für 2015 noch eine Inflationsrate von 1,1 Prozent prognostiziert. Diese Prognose sei wegen des Ölpreisverfalls „erheblich nach unten zu korrigieren“, schrieb die Bundesbank nun.

Verbraucherpreise: Gefühlte Deflation

Verbraucherpreise

Gefühlte Deflation

Offiziell lag die Inflation in Deutschland im Dezember bei 0,2 Prozent. Doch das Gefühl der Deutschen besagt: Die Preise fallen. Das liegt nicht nur an den günstigen Spritpreisen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt eine Inflationsrate von knapp unter 2,0 Prozent an. Da Deutschland und der Euro-Raum von diesem Ziel weit entfernt sind, dürften die Geldhüter auf ihrer Zinssitzung in dieser Woche in den breit angelegten Kauf von Staatsanleihen einsteigen.

Hintergrund ist der Verfall der Ölpreise: Sie sind wegen eines Überangebots auf dem Weltmarkt seit dem vergangenen Sommer um über die Hälfte eingebrochen und notierten am Montag bei unter 50 US-Dollar je Barrel. Experten gehen davon aus, dass die Preise zumindest in der ersten Jahreshälfte auf niedrigem Niveau verharren oder sogar noch weiter in Richtung 40 Dollar fallen.

Sinken die Preise über einen längeren Zeitraum auf breiter Front sprechen Experten von einer Deflation. Unternehmen stellen Investitionen zurück, Verbraucher warten mit Käufen in Hoffnung auf weiter fallende Preise ab. Das lähmt die Konjunktur.

Noch geht die Bundesbank aber davon aus, dass das Wirtschaftswachstum von den niedrigeren Energiepreisen deutlich profitieren wird. Die Bundesbank hatte im Dezember für das laufende Jahr ein Wachstum von 1,0 Prozent sowie für das Jahr 2016 von 1,6 Prozent vorhergesagt. Der Großteil des Preiseinbruchs an den Ölmärkten sei in diesen Prognosen noch nicht berücksichtigt gewesen. Da diese Entwicklung üblicherweise positive Effekte auf die Finanzen von privaten Haushalten und Unternehmen habe, bestünden jetzt „spürbare Aufwärtschancen“ für diese Vorhersagen.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

19.01.2015, 17:45 Uhr

Bundesbank erwartet geringere Inflation

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Die EU-Arbeitslosigkeit und EU-Obdachlosigkeit in der EU

steigt und steigt...

und womit soll man die EU retten ????????????????????????










Account gelöscht!

19.01.2015, 17:48 Uhr


Aber plötzlich will Herr Rajoy in Spanien eine MILLION

Neue Arbeitsplätze schaffen ???

Manch mal...wir schauen dir dabei zu wie toll du es machst.






Herr Manfred Zimmer

19.01.2015, 19:33 Uhr

Weshalb berechnet man die Inflation nicht für Gruppen?

Wir wissen, dass die Bürger von einer ganz anderen Inflation getroffen werden, als dies für andere Gruppen zutrifft. Es ist einfach nicht fair, den Bürgern unter dem Vorwand einer bedrohlichen Deflation das Geld aus der Tasche zu ziehen und sie gleichzeitig über die Inflation zu enteignen. Das ist Kommunismus pur. Das setzt unsere Regierung derzeit in die Praxis um.

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