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11.09.2013

11:05 Uhr

Preisentwicklung

Lebensmittel werden teurer, Inflation sinkt trotzdem

Die geringen Preisanstiege für Energie dämpfen die Inflationsrate im August. Die Preise für Lebensmittel steigen zwar deutlich, trotzdem lag die Inflation insgesamt mit 1,5 Prozent deutlich unter dem Niveau der Vormonate.

Der Einkauf wird teurer: Lebensmittelpreise stiegen im August um fast fünf Prozent. dpa

Der Einkauf wird teurer: Lebensmittelpreise stiegen im August um fast fünf Prozent.

WiesbadenDeutschlands Verbraucher können trotz nach wie vor relativ hoher Nahrungsmittelpreise aufatmen: Die Inflation ist insgesamt wieder auf dem Rückzug. Im August lag die jährliche Teuerungsrate mit 1,5 Prozent deutlich unter dem Niveau der Vormonate Juli (1,9 Prozent) und Juni (1,8 Prozent). Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden bestätigte am Mittwoch seine erste Schätzung von Ende August. Von Juli auf August 2013 veränderte sich das Preisniveau nicht.

Damit entfernt sich die Inflationsrate wieder von der Warnschwelle der Europäischen Zentralbank (EZB): Die Währungshüter sehen ein stabiles Preisniveau bei Werten von knapp unter 2,0 Prozent gewahrt.

Die Statistiker erklärten die niedrigere Teuerungsrate im August vor allem damit, dass Energie binnen Jahresfrist nur geringfügig teurer wurde: Der geringe Anstieg von 0,5 Prozent zum Vorjahr dämpfte die Gesamtteuerung. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate im August bei 1,8 Prozent gelegen.

Statistikamt: Lebensmittelpreise treiben Inflationsrate hoch

Statistikamt

Lebensmittelpreise treiben Inflationsrate hoch

In Deutschland sind Nahrungsmittel in den vergangenen Monaten deutlich teurer geworden. Das treibt die Inflationsrate auf den bislang höchsten Stand in diesem Jahr. Auch in anderen Branchen erhöhten sich die Preise.

Wie in den Vormonaten war Strom deutlich teurer als ein Jahr zuvor (plus 11,6 Prozent). Weniger zahlen mussten Verbraucher dagegen für Heizöl (minus 8,1 Prozent) und Kraftstoffe (minus 4,5 Prozent).

Obst und Gemüse waren zwar günstiger als im Juli 2013, aber deutlich teurer als im August 2012. Insgesamt lagen die Nahrungsmittelpreise mit plus 4,9 Prozent weiterhin deutlich über der Gesamtteuerung. Die Preise für Butter etwa zogen um 32,8 Prozent an, auch für Obst (plus 7,4 Prozent) und Gemüse (plus 7,0 Prozent) mussten die Verbraucher in Deutschland tiefer in die Tasche greifen.

Etwas Entspannung brachte hier die Monatsentwicklung: Im Vergleich zum Juli 2013 sanken die Nahrungsmittelpreise insgesamt um 0,8 Prozent. Deutlich günstiger wurden - saisonbedingt - Obst (minus 2,6 Prozent) und Gemüse (minus 6,3 Prozent).

Von

dpa

Kommentare (8)

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steuerhilfe.net

11.09.2013, 11:27 Uhr

Naja, jeden Monat das gleiche gefälschte Statistikgelabber. Keine Infaltion, da essbare Computer, Handys, Fernseher billiger werden.

Harald

11.09.2013, 11:34 Uhr

Ja sicher und Morgen kommt der Weihnachtsmann! Aber ihr müßt ja mitlügen, sonst verpufft der Euro noch vor der Bundestagswahl!

Realist1

11.09.2013, 11:38 Uhr

Hier offenbart sich die Ohnmacht derjenigen, die effektiv jeden Monat höhere Preise zahlen müssen (wo sind eigentlich die Benzinkosten in diesem "Korb"?). Es ist eine Politik und EU gedultete und gewollte Fälschung von Basis-Statistikzahlen zwecks Verdummung des Bürgers.

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