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12.07.2011

08:03 Uhr

Preisstabilität

Inflation in Deutschland über der EZB-Zielmarke

Energie treibt die Preise nach oben: 2,3 Prozent mehr kosteten Waren und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahr.

Im Monatsvergleich stiegen die Preise leicht um 0,1 Prozent. Quelle: ap

Im Monatsvergleich stiegen die Preise leicht um 0,1 Prozent.

BerlinTeure Energie hat auch im Juni die Lebenshaltungskosten in Deutschland in die Höhe getrieben. Verglichen mit dem Vorjahr kosteten Waren und Dienstleistungen 2,3 Prozent mehr, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. „Damit blieb die Inflationsrate den fünften Monat in Folge über der Zwei-Prozent-Marke“, schrieben die Statistiker. Besonders stark zur Kasse gebeten wurden die Verbraucher für Treibstoffe, Strom oder Gas. Aber auch Lebensmittel oder Tabak wurden spürbar teurer. Verglichen mit dem Vormonat stiegen die Preise um 0,1 Prozent.

Die Energiepreise stiegen verglichen mit dem Vorjahr um 9,1 Prozent. Benzin, Diesel und andere Kraftstoffe kosteten 9,9 Prozent mehr als vor einem Jahr, Heizöl verteuerte sich um fast ein Fünftel, Strom um 7,6 Prozent. Energie herausgerechnet, lag die Inflationsrate bei 1,5 Prozent.

Lebensmittel kosteten 2,6 Prozent mehr als im Juni 2010, nach einer Änderung des Tabaksteuergesetzes mussten Raucher für ihr Suchtmittel 5,1 Prozent mehr zahlen als vor Jahresfrist. Dienstleistungen wie Pauschalreisen oder Telekommunikationsdienste verteuerten sich um 1,5 Prozent. Günstiger als im Juni 2010 waren dagegen langlebige Gebrauchsgüter wie Computer zu haben.

Die Verbraucher in Deutschland müssen sich nach Einschätzung von Experten in den kommenden Monaten an weiter steigende Preise gewöhnen. Vor allem nach der Sommerpause dürfte nach Prognose der italienischen Großbank Unicredit die Teuerungsrate wieder anziehen. Angesichts der guten Konjunktur nutzten die Unternehmen zunehmend die Möglichkeit, gestiegene Kosten an die Kunden weiterzureichen. Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht stabile Preise bei einer Teuerungsrate von knapp zwei Prozent gewährleistet und hatte im Kampf gegen die anziehende Inflation erst in der vergangenen Woche ihren Leitzins für die Euro-Zone auf 1,5 Prozent angehoben.

Von

rtr

Kommentare (10)

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wolf

12.07.2011, 08:24 Uhr

Preissteigerung 2,3% und Rentenerhöhung 0,9% ?!?!?!
Mit Vollgas in die Armut.

Account gelöscht!

12.07.2011, 08:39 Uhr

Der Preisunterschied zwischen Brent und WTI wird groesser und groesser.

Ein weiteres Element wie uns die Amerikaner bescheissen.

Fuck you USA !

Account gelöscht!

12.07.2011, 08:45 Uhr

stört mich nicht die niedrige inflationsrate bei dem kräftigen wirtschaftswachstum.

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