Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.09.2014

08:51 Uhr

Produktion auf Zweijahres-Hoch

Doch keine Krise?

Gestern die Industrieaufträge, heute ein weiteres positives Signal für die Konjunktur: Deutsche Firmen haben ihre Produktion gesteigert – so stark wie lange nicht mehr. Wird die Wirtschaft bald wieder wachsen?

Arbeiter an einer Rohranlage. Deutsche Unternehmen haben ihre Produktion um 1,9 Prozent gesteigert – Analysten hatten mit 0,3 Prozent gerechnet. dpa

Arbeiter an einer Rohranlage. Deutsche Unternehmen haben ihre Produktion um 1,9 Prozent gesteigert – Analysten hatten mit 0,3 Prozent gerechnet.

BerlinDie deutschen Unternehmen haben ihre Produktion im Juli so kräftig gesteigert wie seit über zwei Jahren nicht mehr. Industrie, Baubranche und Energie-Erzeuger erhöhten ihren Ausstoß zusammen um 1,9 Prozent zum Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Freitag in Berlin mitteilte. Das ist der größte Zuwachs seit März 2012. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Plus von 0,3 Prozent gerechnet nach einem Wachstum von 0,4 Prozent im Juni.

„Dem Produzierenden Gewerbe gelang ein ermutigender Start in das dritte Quartal“, erklärte das Ministerium. Das Ergebnis sei zwar spürbar durch die späte Lage der Sommerferien begünstigt worden, wodurch viele Werksferien erst auf den August fallen. „Es bestärkt jedoch die Einschätzung, dass sich die positive Grundtendenz fortsetzt, soweit es die geopolitischen Entwicklungen zulassen.“

Zuvor waren bereits die Industrieaufträge mit 4,6 Prozent so deutlich gestiegen wie seit gut einem Jahr nicht mehr. Damit steigen die Chancen, dass die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal wieder wächst und einer Rezession entgeht. Im zweiten Quartal war das Bruttoinlandsprodukt überraschend um 0,2 Prozent geschrumpft.

Die Industrie fuhr ihre Produktion im Juli um 2,6 Prozent nach oben. Die Herstellern von Investitionsgütern wie Maschinen und Anlagen meldeten dabei mit 5,0 Prozent das größte Plus. Die Produzenten von Vorleistungsgütern wie Chemikalien kamen auf ein Wachstum von 0,8 Prozent, die Konsumgüterbranche von 0,1 Prozent. Die Bauproduktion legte um 1,7 Prozent zu. Die Energieversorger drosselten dagegen ihre Erzeugung um 3,7 Prozent.

Von

rtr

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Tom Schmidt

05.09.2014, 11:33 Uhr

Wir brauchen bessere Ansätze für die Wirtschaftszahlen.

Über Wachstum oder Rezession zu philosophieren ist inzwischen ohne jede Bedeutung. Um so etwas zu beurteilen, brauchen eine realwirtschaftliche Zahl und eine Gesamtzahl.

Leider sind die Volkswirte so bankennah, dass das nie gefordert wird. Im Gegenteil, man versuchht jetzt immer mehr in die Statistik reinzumogeln, was da nicht hingehört (nur damit die Zahlen besser aussehen). Zum Beispiel gehören Wirtschaftszweige wie Prostitution und Schwarzarbeit dazu. Mit so einer Schätzung kann man sich dann jede Wachstumszahl generieren, die man will.

Dann dauert es auch nicht mehr lange und man fordet diese Wirtschaftszwiege zu fördern um Rezessionen zu vermeiden. Dann sind Schattenwirtschaft und Schattenbanken endgültig vereint!!!

Herr J.-Fr. Pella

05.09.2014, 11:42 Uhr

Obstbauern, Weinbauern, Landwirte, Handwerksbetriebe,
mittelständische Industrie, Automobilindustrie, chem. Industrie, Maschinenbauer und auch noch die Multiunternehmen jammern und jammern und erhalten Subventionen.

Also glaube ich niemanden mehr.!!!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×