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12.03.2013

19:55 Uhr

Produktion weiter eingebrochen

Griechenlands Industrie liegt am Boden

Um fast fünf Prozent ist die Industrieproduktion im Januar eingebrochen – so stark wie schon seit Monaten nicht mehr. Besonders einer der wichtigsten Branchen machen die Sparmaßnahmen des Staates zu schaffen.

Bauarbeiter in Thessaloniki. dapd

Bauarbeiter in Thessaloniki.

AthenDie griechische Wirtschaft lässt auch im sechsten Rezessionsjahr Zeichen einer Erholung vermissen. Die Industrieproduktion brach im Januar mit einem Minus von 4,8 Prozent so stark ein wie seit vier Monaten nicht, wie die nationale Statistikbehörde Elstat am Dienstag mitteilte.

Vor allem in der Fertigungs- und Energiebranche lief es schlecht. Die Industrieproduktion macht rund 15 Prozent der griechischen Wirtschaftsleistung aus. Im vergangenen Jahr war das Bruttoinlandsprodukt um 6,4 Prozent geschrumpft.

Rating-Historie der Krisenländer

Portugals S&P-Rating

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Spaniens S&P-Rating

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Italiens S&P-Rating

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SD / 27.02.2012

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BB+ / 02.12.2010

BB+ / 27.04.2010

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Griechenlands Moody's-Rating

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Ba1 / 26.12.2010

Ba1 / 14.06.2010

A3 / 22.04.2010

Elstat gab zudem bekannt, dass die Bauaktivität - lange einer der Wachstumsmotoren der 195 Milliarden Euro schweren griechischen Wirtschaft - im vergangenen Jahr um fast 29 Prozent einbrach. Dem Sektor machen neben den Sparmaßnahmen des Staates die auf die Nachfrage drückende Arbeitslosigkeit und geringe Kreditvergabe der Banken zu schaffen.

Der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras wollte am Mittwoch mit Inspektoren der internationalen Kreditgeber zusammenkommen. Das zunächst am Dienstag geplante Treffen wurde nach Regierungsangaben verschoben, weil die Troika-Mitglieder zunächst noch Details eines Regierungsprogramms unter die Lupe nehmen wollten.

Die größten Schuldenmacher in der Euro-Zone

Irland

Das höchste Defizit in der Euro-Zone hat Irland. Es beträgt 8,3 Prozent des Bruttosozialprodukts.

Griechenland

Rund 7,3 Prozent beträgt das Haushaltsdefizit Griechenlands für 2012.

Spanien

Der Krisenstaat auf der Iberischen Halbinsel kommt auf ein Haushaltsdefizit von 6,9 Prozent.

Slowakei

Platz vier unter den größten Schuldensündern belegt mit einem Defizit von 4,8 Prozent die Slowakei.

Portugal

Knapp hinter der Slowakei reiht sich Portugal ein: Hier schlägt 2012 ein Defizit von 4,7 Prozent des Bruttosozialprodukts zu Buche.

Frankreich

Mit Hilfe von Steuererhöhungen und Einsparungen will Frankreich sein Haushaltsdefizit im nächsten Jahr eindämmen. Dieses Jahr beträgt es noch 4,5 Prozent.

Niederlande

Rund 20 Milliarden Euro müssten die Niederlande sparen, um ihr Defizit unter drei Prozent zu drücken. Derzeit liegt es bei 4,4 Prozent des Bruttosozialprodukts.

Slowenien

Auch Slowenien ringt mit steigender Verschuldung und schrumpfendem Wirtschaftswachstum. Das Haushaltsdefizit liegt 2012 bei 4,3 Prozent.

Zypern

„Sparen, kürzen, streichen“: So lautet auch das Motto in Zypern. Das Haushaltsdefizit liegt 2012 bei 3,4 Prozent des Bruttosozialprodukts.

Die Troika-Vertreter prüfen, ob Griechenland Fortschritte beim Abbau des Staatssektors macht. Dies gilt als Voraussetzung für die Auszahlung weiterer Hilfen in Höhe von 2,8 Milliarden Euro in diesem Monat.

Von

rtr

Kommentare (27)

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Eurowahn

12.03.2013, 20:06 Uhr

So was aber auch, dabei hieß es dcoh, bei Greichenland sei die Talsohle druchschritten und in Griechenland würde es nun aufwärts gehen. Eines ist aber sehr komisch. Man kann ja mit seinen Einschätzungen auch daneben liegen. Komischerweise liegen IWF, die EU, die EZB, die nationalen Rgeierungen in ihrer Einschätzung zu betreffenden Land immer so KRASS daneben ! Und das nicht einmal sonder bei jeder neuen Schätzung. Und das Auffälige daran ist, dass alle Einaschätzungen vorher immer positiver waren, als es dann wirklich gekommen ist !! Das ist ja dann schon sehr verdächtig und zeigt, dass hier absichtlich falsche Zahlen der Bevölkerung vorgelegt wird, um dises zu beruhigen. Es fällt auf, dass nie die Zahlen schelchter eingeschätzt wurden, als sie es dann wirklich waren.
Der Bürgerw wird fortwährend angelogen von den verlogenen Eurofanatikern !!!

Ichbinsdoch

12.03.2013, 20:12 Uhr

Griechenland geht es weit schlechter als dagestellt wird.
Vor allem dem einfachem Bürger.
Griechenland ist der Prototy der Finanzmafia..."wie weit können wir es treiben und uns bereichern bevor der Gau kommt"
So wird es uns auch bald ergehen...
Die hoch gelobte Agenda2010 war nur der Startschuss für das ausbluten lassen der Bürger...und das Tempo wird nun rasant zunehmen

Sarina

12.03.2013, 20:16 Uhr

Das zunächst am Dienstag geplante Treffen wurde nach Regierungsangaben verschoben, weil die Troika-Mitglieder zunächst noch Details eines Regierungsprogramms unter die Lupe nehmen wollten.
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Ist es nicht entlarvend, dass "zunächst" noch "Details" eines Regierungsprogramms unter die Lupe genommen werden müssen? Sollte die griechische Regierung nicht ALLES unternehmen, um im Vorfeld von Troika-Besuchen bereits jedes Detail geklärt und festgeschrieben zu haben? Die Griechen können weder ihre Wirtschaft, noch ihre Industrie (?) noch ihre Administration auf Vordermann bringen. Die Griechen können oder wollen nicht liefern - obwohl sie stets marktschreierisch verkünden, dass sie alle Kredite zurückzahlen werden. Sorry, aber da lachen doch die Hühner (nicht die griechischen Hühner)!

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