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10.01.2017

11:27 Uhr

Prognose des BDI

Stabiles Wachstum der deutschen Wirtschaft erwartet

Um rund eineinhalb Prozent werde die Wirtschaft 2017 wachsen, schätzt BDI-Präsident Dieter Kempf. Zusätzliche würden bis zu 500.000 neue Jobs entstehen und die Arbeitslosenquote sich bei etwa sechs Prozent einpendeln.

Der neue Präsident des BDI blickt optimistisch in die Zukunft. dapd

BDI-Chef Dieter Kempf

Der neue Präsident des BDI blickt optimistisch in die Zukunft.

BerlinDer Industrieverband BDI rechnet 2017 mit einem in etwa gleichbleibenden Wachstumstempo. „Im neuen Jahr wird die deutsche Wirtschaft um rund eineinhalb Prozent wachsen“, sagte BDI-Präsident Dieter Kempf am Dienstag in Berlin. Daten für 2016 werden noch diese Woche erwartet. Ökonomen rechnen mit einem Plus von 1,8 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt. Allerdings gibt es dieses Jahr drei Arbeitstage weniger als 2016. Rechnet man den Effekt heraus, liegt das Wachstum auf ähnlichem Niveau.

Bei der Zahl der Beschäftigten werde es erneut einen Rekord geben: „Wir gehen davon aus, dass bis zu 500.000 weitere Jobs entstehen“, ergänzte Kempf. Die Arbeitslosenquote werde sich bei etwa sechs Prozent einpendeln.

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Die Exporte dürften laut BDI 2017 um zwei bis drei Prozent zulegen. Kempf sagte, Sorgen bereiteten dem Industrieverband verstärkte staatliche Eingriffe in die chinesische Wirtschaft sowie mögliche Einschränkungen des freien Handels durch den künftigen US-Präsidenten Donald Trump. „„Make America great again“ klappt definitiv nicht mit Abschottung“, sagte Kempf. Er bezog sich auf Trumps Versprechen, die USA wieder „groß zu machen“ und die heimische Wirtschaft zu schützen.

Die wirtschaftspolitischen Ankündigungen Trumps seien beunruhigend. Die deutsche Wirtschaft werde aufmerksam zuhören, wenn Trump seine Präsidentschaft in den USA skizziere. Eine Trendwende weg vom Freihandel hin zur Abschottung würde der gesamten Weltwirtschaft und insbesondere der exportorientierten deutschen Wirtschaft schaden, sagte Kempf.

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