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17.01.2006

18:48 Uhr

Prognose des IWF

Die Zeichen stehen auf Aufschwung

Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für Deutschland im laufenden Jahr ein deutlich höheres Wachstum als bisher. „Der Aufschwung in Deutschland gewinnt an Breite und Intensität“, sagten hochrangige IWF-Mitarbeiter dem Handelsblatt. Allerdings gibt es auch noch Unsicherheitsfaktoren.

HB WASHINGTON. Der Fonds geht für 2006 von einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 1,5 Prozent aus, wie das Handelsblatt aus IWF-Kreisen erfuhr. Im September lag die Prognose noch bei 1,2 Prozent. Für 2007 erwartet der Fonds ein Wachstum zwischen 0,75 und 1,25 Prozent.

Ein Unsicherheitsfaktor sei jedoch die Reaktion der Verbraucher auf die Mehrwertsteuererhöhung im nächsten Jahr. Die Einschätzung stützt sich auf den Deutschland-Bericht des IWF, der am Mittwoch veröffentlicht wird.

Zu der bislang vorherrschenden Exportstärke kämen zunehmend Lichtblicke auf dem Binnenmarkt. So sprängen die Investitionen wieder an, auch gebe es Anzeichen für eine zunehmende Nachfrage der Verbraucher. Außerdem scheine die Bauwirtschaft die Talsohle durchschritten zu haben. „Wir sind deutlich optimistischer als noch vor drei Monaten“, betonte ein IWF-Mitarbeiter. Das Ziel der Bundesregierung, die Neuverschuldung 2007 wieder unter die Defizitgrenze von 3,0 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu drücken, werde begrüßt.

Einen Durchbruch auf dem Arbeitsmarkt sieht der Fonds allerdings nicht. Die im Rahmen der Agenda 2010 angestoßenen Reformen zur Ausweitung der Job-Nachfrage seien zwar richtig. „Jetzt muss die Schaffung von neuen Stellen durch mehr Lohndifferenzierung und eine Lockerung des Kündigungsschutzes angekurbelt werden“, heißt es beim IWF. Darüber hinaus solle die Bundesregierung eine Gesundheits- und eine Steuerreform anpacken.

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