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25.01.2010

11:54 Uhr

Prognose für 2010

Chinas Wirtschaft wächst um 9,5 Prozent

Die chinesische Wirtschaft wird in diesem Jahr nach Einschätzung eines regierungsnahen Wissenschaftlers um rund 9,5 Prozent wachsen. Neue Studien besagen allerdings, dass der chinesischer Yuan auf absehbare Zeit keine Leitwährung werden wird.

Chinesische Krieger aus Schokolade: Chinas Wirtschaft wird wieder stärker wachsen. dpa

Chinesische Krieger aus Schokolade: Chinas Wirtschaft wird wieder stärker wachsen.

HB PEKING. Die Nachfrage im Inland werde dank der Maßnahmen der Politik weiter anziehen und vor allem die Verkäufe von Häusern und Autos ankurbeln, zitierte das „China Securities Journal“ am Montag den Ökonomen Zhang Liqun vom staatlichen Forschungszentrum für Entwicklung. Zhang rechnet zudem nur mit einem geringen Inflationsrisiko. Der Verbraucherpreisindex (CPI) werde voraussichtlich höchstens um drei Prozent steigen.

Im vorigen Jahr wuchs Chinas Wirtschaft um 8,7 Prozent. Analysten rechnen für 2010 im Durchschnitt ebenso wie Zhang mit einer Steigerung des Bruttoinlandsprodukt von 9,5 Prozent.

Trotz des rasanten wirtschaftlichen Aufstiegs von China sehen zwei Studien im Yuan indes vorerst keine weltweite Leitwährung. „Wir haben keine Erfahrung, und China ist in vielerlei Hinsicht nicht darauf vorbereitet, aus dem Yuan eine internationale Währung zu machen“, schrieb der Chef der Export-Import Bank und frühere Notenbank-Gouverneur Li Ruogu in seinem neuen Buch. „Wir können die Internationalisierung des Yuan nicht erzwingen.“ Die Finanzmärkte in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt seien noch nicht hinreichend entwickelt. Zudem mangele es an Fachkenntnissen.

Der frühere Chef der Export-Import Bank, Friedrich Wu, sieht die chinesische Währung ebenfalls noch im Wartestand. „Es wäre zu optimistisch zu erwarten, dass der Yuan vor 2025 zu einer weltweiten Währung werden kann“, schrieb der Wirtschaftsprofessor in seiner im Magazin „China and World Economy“ veröffentlichen Studie. „Es würde einer ganzen Reihe fundamentaler wirtschaftlicher, finanztechnischer, aufsichtsrechtlicher und politischer Reformen bedürfen, um China zu einem globalen und verantwortlichen Interessenvertreter zu machen.“

Die Regierung in Peking bemüht sich, das internationale Profil seiner Währung zu schärfen. Dazu wurde ein Modellprojekt gestartet, das den grenzüberschreitenden Handel mit dem Yuan erleichtern soll. Mit mehreren ausländischen Zentralbanken wurden zudem Tauschgeschäfte vereinbart.

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