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26.12.2013

13:57 Uhr

Prognose für 2030

Stellt Großbritannien Deutschland in den Schatten?

VonMartin Dowideit

Großbritannien wird Deutschland in weniger als zwei Jahrzehnten bei der Wirtschaftsstärke überflügeln, prognostiziert ein Forschungsinstitut. Demnach einzige Chance, den Trend zu brechen: die Rückkehr der D-Mark.

D-Mark-Scheine: Einziger Schutz vor Britannias Wirtschaftsmacht? dpa

D-Mark-Scheine: Einziger Schutz vor Britannias Wirtschaftsmacht?

DüsseldorfEin Königreich auf Aufholjagd: Im Jahr 2030 wird Großbritannien die deutsche Wirtschaftskraft in den Schatten stellen, prognostiziert ein Londoner Wirtschaftsforschungsinstitut. Dem Center for Economics and Business Research (CEBR) zufolge wird Deutschland dann den Titel als größte Volkswirtschaft Europas einbüßen. Auch Frankreich werden die Briten überflügeln, so die Öonomen – und zwar schon 2018.

Als Gründe für den britischen Wirtschaftsboom führen die Ökonomen an: Das Inselreich sei weniger stark von den Folgen der Eurokrise betroffen als Deutschland und die demografische Entwicklung spreche ebenfalls für Großbritannien. In Deutschland herrschten „ungünstige Bevölkerungstrends“. Das Statistische Bundesamt erwartet bis zum Jahr 2060 ein Schrumpfen der deutschen Bevölkerung auf 65 bis 70 Millionen Einwohner – von derzeit 80,2 Millionen.

Größte Volkswirtschaften 2013 - 2028

Rang 10

2013
Kanada
1,8 Billionen Dollar
2028
Kanada
3,7 Billionen Dollar
Quelle: CEBR. Angaben beziehen sich auf das geschätzte Bruttoinlandsprodukt

Rang 9

2013
Italien
2,1 Billionen Dollar
2028
Mexiko
3,7 Billionen Dollar

Rang 8

2013
Russland
2,1 Billionen Dollar
2028
Russland
4,1 Billionen Dollar

Rang 7

2013
Brasilien
2,2 Billionen Dollar
2028
Großbritannien
4,3 Billionen Dollar

Rang 6

2013
Großbritannien
2,65 Billionen Dollar
2028
Deutschland
4,3 Billionen Dollar

Rang 5

2013
Frankreich
2,7 Billionen Dollar
2028
Brasilien
5,1 Billionen Dollar

Rang 4

2013
Deutschland
3,6 Billionen Dollar
2028
Japan
6,4 Billionen Dollar

Rang 3

2013
Japan
5 Billionen Dollar
2028
Indien
6,6 Billionen Dollar

Rang 2

2013
China
8,9 Billionen Dollar
2028
USA
32,2 Billionen Dollar

Rang 1

2013
USA
16,7 Billionen Dollar
2028
China
33,5 Billionen Dollar

In Großbritannien nimmt die Bevölkerungsentwicklung die gegenläufige Richtung. Von derzeit 63,7 Millionen wächst die Bevölkerung dort auf 79,4 Millionen Einwohner im Jahr 2060, so das Statistikamt des Landes. Als ein Grund für den Trend sieht das CEBR die starken Einwanderung nach Großbritannien. Zwar werde das Land sich vom sechsten Rang der weltgrößten Volkswirtschaften im Laufe der Jahre auf Rang sieben verschlechtern. Doch bis 2030 falle Deutschland vom derzeitigen Rang vier noch stärker zurück.

Ein zweiter Grund für die vergleichsweise schwache Entwicklung Deutschlands sehen die Ökonomen in der Abhängigkeit Deutschlands von relativ schwachen Euro-Ländern. Auch die Euro-Retungskosten träfen das Land. Einzige Chance, das Abrutschen hinter Großbritannien zu verhindern, laut CEBR: „Ein auf Deutsche Mark basierendes Deutschland werde von Großbritannien auf viele Jahre nicht überholt – eventuell sogar nie.“

Kommentare (10)

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Account gelöscht!

27.12.2013, 08:46 Uhr

Nur im Kaffeesatz lesen ist schoener!

Account gelöscht!

27.12.2013, 09:18 Uhr

Deutschland in der "Eurofalle"
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Aber sie hat sich ja "bewusst" und "sehendes Auges" dort hineinbegeben. Alle Warnungen wurden in den Wind geschlagen und Kritiker als "Antieuropäer", "ewig Gestrige" und "Rechtsnationalisten" beschimpft.
Der Euro ist doch eine "Friedenswährung" und führt Europa zusammen! Das kann man doch täglich in der einschlägigen Presse lesen!

Merkels ewiges Mantra lautet: "Scheitert der Euro, dann scheitert Europa; und wenn Europa scheitert, dann gibt es Krieg!"
Den haben wir doch schon längst! Politisch und wirtschaftlich mit den Ländern des ClubMed. Hier ist Deutschland die meistgehasste Nation innerhalb der Eurozone.

"Ein zweiter Grund für die vergleichsweise schwache Entwicklung Deutschlands sehen die Ökonomen in der Abhängigkeit Deutschlands von relativ schwachen Euro-Ländern. Auch die Euro-Retungskosten träfen das Land. Einzige Chance, das Abrutschen hinter Großbritannien zu verhindern, laut CEBR: „Ein auf Deutsche Mark basierendes Deutschland werde von Großbritannien auf viele Jahre nicht überholt – eventuell sogar nie.“"

Da hat das Center for Economics and Business Research (CEBR) wohl recht! Aber dann wäre die "Eurozone" sofort pleite und die "Esperantowährung" Euro Geschichte. Das werden die Eurokraten aber niemals zulassen", sie wären ja dann überflüssig.

Oldi.

27.12.2013, 10:24 Uhr

Meine Glaskugel sagt, das in ca. 10 Jahren die Eurozone auseinanderfällt. Für Deutschland gibt das, sicher nach einigen turbulenten Tagen, einen enormen Aufschwung.

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