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12.05.2011

10:24 Uhr

Prognose von 2,5 Prozent

EZB rechnet mit zunehmender Inflation

Die Inflation in der Eurozone könnte nach laut EZB-Beobachtern deutlich nach steigen. Analysten rechnen mit einem Preisanstieg von 2,5 statt bisher 1,9 Prozent. 2012 soll die Teuerung dann auf 1,9 Prozent zurückgehen.

Die EZB, hier Präsident Jean Claude Trichet, rechnet mit einem deutlichen Anstieg der Inflation. Quelle: dapd

Die EZB, hier Präsident Jean Claude Trichet, rechnet mit einem deutlichen Anstieg der Inflation.

Frankfurt/BerlinProfessionelle EZB-Beobachter haben ihre Inflationsprognose für die Euro-Zone kräftig nach oben geschraubt: Laut der am Donnerstag veröffentlichten vierteljährlichen Umfrage der Notenbank unter Analysten ihrer Geldpolitik rechnen diese 2011 für die Euro-Zone mit einem Preisanstieg von 2,5 Prozent. In der vor drei Monaten veröffentlichten Umfrage waren lediglich 1,9 Prozent veranschlagt worden. 2012 soll die Teuerung dann auf 1,9 Prozent zurückgehen (Februar-Prognose: 1,8 Prozent). Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht Geldwertstabilität bei einer Teuerungsrate von knapp unter zwei Prozent gewährleistet. Die EZB hatte wegen der im Sog der gestiegenen Rohstoffpreise erhöhten Inflationsrisiken im April die Geldpolitik erstmals seit Sommer 2008 gestrafft und den Schlüsselzins um einen Viertelprozentpunkt auf 1,25 Prozent angehoben. Experten gehen davon aus, dass bereits im Sommer ein zweiter Zinsschritt folgen wird.

Das Wachstum dürfte nach Einschätzung der Beobachter im laufenden Jahr bei 1,7 Prozent liegen. Im Februar hatten sie lediglich 1,6 Prozent veranschlagt. 2012 soll das Bruttoinlandsprodukt nach Einschätzung der EZB-Analysten um 1,7 (Februar-Prognose: 1,7) Prozent zulegen.

Etwas besser als zuletzt erwartet dürfte sich nach Meinung der EZB-Analysten die Lage am Arbeitsmarkt entwickeln: Die Arbeitslosenquote soll demnach 2011 bei 9,8 (9,9) Prozent liegen, 2012 bei 9,5 (9,6) Prozent. Langfristig erwarten die Volkswirte aber, dass sich die Arbeitslosigkeit wieder auf einem Niveau von 8,2 (8,3) Prozent einpendelt.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Petra

12.05.2011, 10:41 Uhr

Nicht mehr mit anzuhören das bewußte Verwechseln von "Inflation" und "Preissteigerungsrate des optimierten Warenkorbes". Durch diese manipulierten Daten soll das Volk ruhig gehalten werden. Nach dem Motto "Wir haben ja nur 2% Inflation, das ist ja nicht schlimm..."

Account gelöscht!

16.05.2011, 14:15 Uhr

Genau so ist es. Denn 2,5% hören sich ja erst einmal nicht so schlimm an. In Wirklichkeit steigen die Preise z. B. bei Lebensmitteln um teilweise 30 und 35%.
Nichtsnutzige Politiker haben uns das eingebrockt und führen ganz Deutschland in den Abgrund.
Und niemand stoppt sie, das ist das eigentlich Schlimme

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