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18.04.2015

12:41 Uhr

Prognosen

Regierung rechnet mit mehr Wachstum

Die Wirtschaftsinstitute haben ihre Prognosen nach oben korrigiert und sagen der Bundesrepublik dieses Jahr ein Wachstum von 2,1 Prozent voraus. Auch die Regierung ist jetzt optimistischer, heißt es aus Kreisen.

Die neue Regierungsschätzung soll Mitte der kommenden Woche veröffentlicht werden. dpa

Die neue Regierungsschätzung soll Mitte der kommenden Woche veröffentlicht werden.

BerlinDie Bundesregierung wird in der kommenden Woche ihre Wachstumsprognosen für Deutschland nach oben korrigieren. Allerdings werden die neuen Schätzwerte nicht ganz an die der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute heranreichen, erfuhr Reuters aus Regierungs- und Koalitionskreisen in Berlin. Die Institute hatten ihre Prognosen kräftig auf 2,1 Prozent für dieses und 1,8 Prozent für das nächste Jahr nach oben gesetzt.

Mit Blick auf die neuen Regierungszahlen sagte eine damit vertraute Person: „Das ist zu hoch.“ Die Regierung sei für beide Jahre etwas zurückhaltender.

Die neue Regierungsschätzung soll Mitte der kommenden Woche veröffentlicht werden. Sie soll dann Grundlage sein für die nächste amtliche Steuerschätzung. Noch aber liegen nur vorläufige Schätzzahlen vor. Bislang rechnete Schwarz-Rot mit einem Zuwachs der deutschen Wirtschaftsleistung von 1,5 Prozent in diesem und 1,6 Prozent im kommenden Jahr.

Fünf Gründe für Deutschlands Aufschwung

Starker Konsum

Weil Sparen sich wegen der Mini-Zinsen nicht lohnt, tragen die Verbraucher ihr Geld in die Geschäfte oder reisen viel. Löhne und Gehälter steigen zudem weiter kräftig.

Billiges Öl

Der Rückgang der Rohölpreise um nahezu die Hälfte seit dem Sommer 2014 entlastet Unternehmen und Verbraucher. Dies wirkt wie ein kostenloses Konjunkturprogramm.

Schwacher Euro

Die Exporteure jubeln, weil der im Verhältnis zum US-Dollar extrem schwache Euro Ausfuhren außerhalb des Euroraums günstiger macht.

Boom in den USA

Die US-Wirtschaft brummt – und die Amerikaner schätzen Waren „made in Germany“, gerade Luxusautos und Maschinen.

Job-Motor

Auf dem Arbeitsmarkt jagt ein Beschäftigungsrekord den nächsten. Bald dürften über 43 Millionen Deutsche erwerbstätig sein – das gibt Sicherheit und stützt den Aufschwung.

Eine Anhebung der Prognose signalisierte auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. In einem Redetext für eine IWF-Veranstaltung in Washington sprach er davon, dass die Wirtschaftsindikatoren inzwischen für ein besseres Bild der deutschen Konjunktur sprächen, als man es noch Ende des vergangenen und Anfang des laufenden Jahres gezeichnet hatte. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hatte die Schätzwerte der Institute in Washington am Rande der Frühjahrstagung des IWF als am „oberen Rand“ des Prognosespektrums ein.

Von

rtr

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