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28.02.2014

23:30 Uhr

Rating-Agentur Moody‘s

Ausblick für Deutschlands Wirtschaft angehoben

Die Top-Noten für Deutschland und Österreich der Rating-Agentur Moody’s bleiben intakt. Außerdem hob die Agentur den Ausblick für die beiden Länder an. Die Gefahr der Euro-Krise sei kleiner geworden.

Das Moody's-Logo in New York: Die Aussichten für Deutschland und Österreich sind „stabil“. Reuters

Das Moody's-Logo in New York: Die Aussichten für Deutschland und Österreich sind „stabil“.

Wien/BerlinDie Ratingagentur Moody's hat Deutschlands Top-Kreditnote „Aaa“ bestätigt. Zudem wurde der Ausblick für die Bewertung von „negativ“ auf „stabil“ angehoben, wie die Bonitätswächter am Freitag mitteilten. Die Gefahr, dass die Spitzenbonität kassiert werden könnte, ist damit vorerst gebannt.

In der Begründung der Rating-Entscheidung hieß es unter anderem, das Risiko von Hilfszahlungen an andere Euro-Staaten zu Lasten des deutschen Haushalts seien zurückgegangen. Namentlich nannte die Agentur Italien und Spanien. Auch sei die Ansteckungsgefahr innerhalb der Eurozone geringer geworden.

Auch Österreich behält trotz der Krise um die Staatsbank Hypo Alpe Adria seine Spitzenbonitätsnote. Die Experten bewerteten die Kreditwürdigkeit des Landes weiterhin mit „AAA“ und änderten den Ausblick auf stabil von zuvor negativ, wie die Agentur in der Nacht zu Samstag mitteilte.

Standard & Poor's hatte Österreich vor mehr als zwei Jahren die Spitzennote „AAA“ entzogen. Bei Fitch und Moody's hat Österreich dagegen noch die Bestnote, die es Staaten ermöglicht, sich zu vergleichsweise günstigen Konditionen am Kapitalmarkt zu refinanzieren.

Die Ratingagentur Fitch hatte vor wenigen Tagen den Schlingerkurs der österreichischen Regierung bei der Abwicklung der Skandalbank gerügt - an dem bestehenden Rating „AAA“ jedoch festgehalten.

Österreich ringt bereits seit Jahren um eine Lösung für den Abbau der ehemaligen BayernLB -Tochter. Die derzeit bevorzugte Variante der Regierung ist eine staatliche Abbaubank, in die die Hypo ihre toxischen Papiere auslagern kann. Eine Expertengruppe unter Vorsitz von Notenbankgouverneur Ewald Nowotny arbeitet an Details für ein solches Abbauvehikel.

Finanzminister Michael Spindelegger schließt jedoch auch eine Insolvenz nicht aus. Zudem will er Gläubiger des Instituts - etwa die BayernLB oder Anleiheinhaber - an den Kosten für den Abbau beteiligen.

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