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28.01.2011

05:37 Uhr

Rating-Herabstufung

Japans Regierung gelobt Besserung

Nach Europa rückt nun auch Japan wegen ausufernder Staatsschulden in den Blick der Finanzmärkte. Erstmals seit 2002 hat die Ratingagentur Standard & Poor's der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt eine schlechtere Note verpasst. Die Regierung in Tokio verspricht nun mehr Sparsamkeit.

Japanischer Premier Kan: Mehr Disziplin ist nötig. Quelle: dpa

Japanischer Premier Kan: Mehr Disziplin ist nötig.

HB TOKIO. Die schlechtere Bonitätsnote von Standard & Poor's (S&P) erhöht den Druck auf die japanische Regierung. Ministerpräsident Naoto Kan stellte am Freitag eine Sanierung des Haushalts in Aussicht. „Es ist wichtig, die Haushaltsdisziplin beizubehalten und das Marktvertrauen in Japans öffentliche Finanzen zu gewährleisten“, sagte Kan am Freitag im Oberhaus des Parlaments.

Er sei sich der Aufgaben völlig bewusst. Kan verwies darauf, dass er noch Finanzminister gewesen sei, als Griechenland von der Schuldenkrise erfasst wurde.

Die hohen Staatsschulden Japans rücken zunehmend in den Vordergrund. Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hatte ihre Bonitätsnote um eine Stufe gesenkt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) fordert von Japan wie auch von den USA, rasch Pläne zur Sanierung ihrer Haushalte vorzulegen. Andernfalls könnten die Finanzmärkte die beiden Länder ins Visier nehmen.

Es fehle ein glaubwürdiger Plan der japanischen Regierung, um den Rekordschuldenberg abzubauen, begründete die Agentur die Herabstufung um eine Note. Die Entscheidung von S&P gilt als Warnschuss auch an die Regierungen anderer Industriestaaten, dass am Finanzmarkt die Nervosität gestiegen ist.

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