Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.12.2011

12:50 Uhr

Ratingagentur

S&P warnt vor Rezession in der Euro-Zone

Die US-Ratingagentur Standard & Poor's fordert Anstrengen zur Steigerung des Wirtschaftswachstums in der Euro-Zone, ansonsten drohe eine Rezession. Unterdessen stufte Konkurrent Moody's Belgiens Kreditwürdigkeit.

Gebäude der US-Ratingagentur Standard & Poor's in New York. dapd

Gebäude der US-Ratingagentur Standard & Poor's in New York.

ParisDie US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat die Euro-Zone vor einer starken Rezession gewarnt und mehr Anstrengungen für ein stabiles Wirtschaftswachstum gefordert. Die Sanierung der Staatsfinanzen und die Wachstumsförderung seien die „beiden Beine, auf denen Europa laufen muss“, sagte Chefökonom Jean-Michel Six am Samstag dem französischen Radiosender BFM Business. Konkurrent Moody's stufte die Kreditwürdigkeit Belgiens herab.

Die Wachstumsproblematik sei beim jüngsten Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union in der vergangenen Woche in Brüssel vernachlässigt worden, kritisierte Six. Die Gefahr, dass die Euro-Zone in eine starke Rezession rutschen könne, bezeichnete er als „sehr hoch“. In derzeitigen Szenarien gehe Standard & Poor's von einer 40-prozentigen Wahrscheinlichkeit für einen „wirklich ernsten“ Wirtschaftsabschwung aus.

Der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank, der Deutsche Jürgen Stark, forderte in der „Wirtschaftswoche“, die Beschlüsse des jüngsten Brüsseler Gipfels rasch umzusetzen, um die Refinanzierung Italiens im kommenden Jahr sicherstellen zu können. „Die Märkte erwarten kurzfristige Lösungen“, sagte er dem Magazin. Entscheidend sei es, bald die Verringerung der Defizite als auch die der Schuldenstände in den Verfassungen der Mitgliedsländer zu verankern.

Einige hoch verschuldete Mitgliedsländer der Euro-Zone wie Griechenland und Italien stehen derzeit unter starkem Druck der Finanzmärkte. Die Sparbemühungen in der Währungsunion könnten in diesem Zusammenhang zudem zu einem weiteren Absinken der Wachstumsraten führen. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hatte bereits Ende November vor einer „leichten Rezession“ in der Euro-Zone gewarnt.

Die US-Ratingagentur Moody's teilte indes am Freitag mit, die Bonität Belgiens werde von Aa1 auf Aa3 heruntergesetzt und mit einem negativen Ausblick bewertet. Zur Begründung nannte das Unternehmen schlechtere Bedingungen für verschuldete Eurostaaten, sich Geld zu leihen, die Risiken hinsichtlich des Wachstums der belgischen Wirtschaft sowie die möglichen Kosten für die Rettung von Banken, beispielsweise der angeschlagenen Dexia-Bank.

Von

afp

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

lar

17.12.2011, 13:15 Uhr

China ? Sack Reis ? Umgefallen ?

Es scheint mir momentan ein krampfhafter Versuch der angelsächsichen Finanzindustrie zu sein die europäischen Märkte zu drücken. Zum Glück reagiert der Markt kaum noch auf diese "neuen" Hiobsbotschaften.

Account gelöscht!

17.12.2011, 13:23 Uhr

@ S&P warnt vor Rezession in der Euro-Zone

Was ist da Besonderes dran; das Handelsblatt warnt schon seit Monaten, aber die Rezession kommt nicht so richtig herbei.
Vielleicht schaffens ja endlich die Rating-Agents...

nanoflo

17.12.2011, 16:53 Uhr

Wer einmal lügt dem glaubt man nicht.......
Den Rest könnt Ihr euch slbst denken ;-)
Außerdem ist ja kaum zu übersehen das die ganzen " Agenturen" nur pro amerikanisch ausgelegt sind!!!!!!!!!!!!

Ist ja klar: scheitert der Euro können die Amis schulden machen soviel sie wollen!!!
Dann gibts keine Alternative mehr zum Dollar.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×