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26.08.2011

18:13 Uhr

Reaktionen

Geteiltes Echo auf Bernanke-Rede

Die Rede des US-Notenbankchefs Ben Bernanke hat den Finanzmärkten nicht die erhoffte Klarheit gebracht. Die Kurse von Aktien, Devisen und Rohstoffen sprangen hin und her. Analysten reagierten mit geteilter Meinung.

Ein besorgter Aktienhändler hinter Monitoren an der Frankfurter Börse. dpa

Ein besorgter Aktienhändler hinter Monitoren an der Frankfurter Börse.

Frankfurt„Die US-Notenbank hat sich dazu entschieden, den Markt erst einmal nicht mit neuen Dollars zu überschwemmen“, sagte Unicredit-Analyst Michael Rottmann. „Das heißt aber nicht, dass 'QE3' für Bernanke völlig vom Tisch ist. Bleibt eine Belebung der US-Wirtschaft aus, könnte im vierten Quartal doch noch eine geldpolitische Lockerung folgen.“

Derzeit sei eine Neuauflage der Anleihekäufe (Quantitative Easing, QE) zur Ankurbelung der US-Konjunktur nicht gerechtfertigt, betonte Scott Brown, Chef-Volkswirt beim Vermögensberater Raymond James. „Das Wachstum ist zwar geringer, als es uns lieb wäre, aber es sieht nicht danach aus, dass wir in den Abgrund stürzen.“

Bernanke hatte im Rahmen des traditionellen jährlichen Zentralbankertreffens in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming mögliche Konjunkturhilfen signalisiert. Der Fed-Offenmarktausschuss werde sich im September für eine Entscheidung zwei Tage Zeit nehmen. Die Ankündigung weiterer Anleihekäufe, über die in den vergangenen Tagen heftig spekuliert worden war, blieb aus. „Die Fed hat allerdings kaum noch Optionen“, betonte Volkswirt Rainer Sartoris von HSBC Trinkaus. „Die Zinsen sind fast auf null und die Wirkung des „Quantitative Easing' ist umstritten.“

Dax und EuroStoxx50 sackten in einer ersten Reaktion auf die Bernanke-Äußerungen durch, machten dann aber einen Teil ihrer Verluste wieder wett. Die beiden Leitindizes verabschiedeten sich mit einem Minus von jeweils rund einem Prozent bei 5537,48 beziehungsweise 2187,08 Punkten ins Wochenende. An der Wall Street drehte der US-Standardwerteindex Dow Jones sogar ins Plus.

Kommentare (1)

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Pendler

26.08.2011, 21:57 Uhr

#### Handelblatt löscht den Artikel, dass Herr Schäuble 748 Mrd € am Bundestag vorbei transferieren will #######

Ist das III. Reich mit der Pressezensur zurück????

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