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11.12.2014

13:54 Uhr

Reform der Kommunikation

Bank of England will Transparenz schaffen

Die Bank of England soll bald seltener und dafür ausgiebiger tagen. Außerdem sollen die zuvor stets zurückgehaltenen Protokolle nun sofort zugänglich werden. So könnten Entscheidungen nachvollziehbarer werden.

Er will künftig mehr Transparenz möglich machen: Bank of England Chef Mark Carney (Mitte). dpa

Er will künftig mehr Transparenz möglich machen: Bank of England Chef Mark Carney (Mitte).

LondonDie britische Notenbank plant künftig weniger Zinssitzungen und will zugleich früher Einblick in ihre Geldpolitik geben. Die Zahl der Zinssitzungen soll ab 2016 auf acht von derzeit zwölf reduziert werden, wie die Bank of England (BoE) am Donnerstag mitteilte. Finanzminister George Osborne begrüßte die Pläne und erklärte, er werde die nötigen Gesetzesänderungen prüfen.

Die BoE plant zugleich, die Zinssitzungen von zwei auf drei Tage zu verlängern und den Auftakt nicht ins Protokoll aufzunehmen. Allerdings will sie ab August 2015 damit beginnen, die Protokolle zeitgleich mit dem Zinsentscheid zu veröffentlichen. Bislang blieben die entsprechenden Papiere, die das Votum der Notenbanker offenlegen, rund zwei Wochen unter Verschluss.

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Zudem sollen der Öffentlichkeit künftig nach einem Zeitraum von acht Jahren komplette Mitschriften der Zins-Treffen zugänglich gemacht werden. Im Parlament war Kritik an der Veröffentlichungspraxis der BoE laut geworden. In öffentlichen Gremien Großbritanniens ist es üblich, Mitschriften wichtiger Treffen nach 20 bis 30 Jahren freizugeben. Der kanadische Notenbankchef der BoE, Mark Carney, war Mitte 2013 mit dem Versprechen angetreten, die hinter verschlossenen Türen getroffenen Entscheidungen transparenter zu machen. Dennoch gibt es Kritik an den Plänen: Der BoE-Vertreter Paul Fisher befürchtet, dass die Veröffentlichung von Mitschriften Notenbanker von einem offene Diskussionsstil abhalten könnte.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Roland Hegglin

11.12.2014, 17:01 Uhr

Wenn ihnen nichts mehr in den Sinn kommt, wollen sie Transparence schaffen. Wird dass nicht das Unwort des Jahres wird, wenigstens etwas. Und Antonis Samaras klatsch in die Hände und Ruft voller Entzückungen den Historischen Moment aus.

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