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30.01.2015

17:55 Uhr

Rekordgewinn

Schweizer Notenbank verdoppelt Ausschüttung

Die Schweizer Notenbank SNB reagiert auf ihren Rekordgewinn – und schüttet doppelt so viel Geld an die öffentliche Hand aus als bisher geplant. Nun ist von zwei Milliarden Franken die Rede.

Thomas Jordan, Chef der Schweizer Notenbank (SNB): Im vergangenen Jahr waren Aktionäre und öffentliche Hand erstmals in der mehr als hundertjährigen Geschichte der SNB leer ausgegangen. dpa

Thomas Jordan, Chef der Schweizer Notenbank (SNB)

Thomas Jordan, Chef der Schweizer Notenbank (SNB): Im vergangenen Jahr waren Aktionäre und öffentliche Hand erstmals in der mehr als hundertjährigen Geschichte der SNB leer ausgegangen.

ZürichDie Schweizerische Nationalbank (SNB) schüttet angesichts ihres Rekordgewinns mehr Geld an die öffentliche Hand aus als ursprünglich geplant. Bund und Kantone sollen insgesamt zwei Milliarden Franken erhalten, teilte die Notenbank am Freitag mit. Das Finanzministerium und der SNB hätten sich auf eine Zusatzausschüttung von einer Milliarde Franken geeinigt. 2014 hat die Notenbank vorläufigen Berechnungen zufolge rund 38 Milliarden Franken Gewinn erzielt, vor allem dank Wechselkursgewinnen auf ihre riesigen Devisenbestände.

Eine Vereinbarung zwischen der Notenbank und dem Finanzministerium sieht vor, dass jährlich eine Milliarde Franken aus dem Gewinn an die öffentliche Hand ausgeschüttet wird, falls nach Dotierung der Reserven genügend Geld vorhanden ist. Sollte die sogenannte Ausschüttungsreserve nach Gewinnverwendung zehn Milliarden Franken überschreiten, kann eine höhere Auszahlung vereinbart werden.

Diese Banken haben die beste Kernkapitalquote

Platz 8

Crédit Agricole (Frankreich) – 9,0 Prozent

Kernkapitalquote nach Basel III ausgewählter Banken, 1. Quartal 2014, Quellen: Bloomberg, Thomson Reuters

Platz 7

Deutsche Bank – 9,5 Prozent

Platz 4

Bank of America (USA) – 9,6 Prozent

Platz 4

JP Morgan (USA) – 9,6 Prozent

Platz 4

Barclays (Großbritannien) – 9,6 Prozent

Platz 3

BNP Paribas (Frankreich) – 10,6 Prozent

Platz 2

HSBC (Großbritannien) – 10,8 Prozent

Platz 1

UBS (Schweiz) – 13,2 Prozent

Im vergangenen Jahr waren Aktionäre und öffentliche Hand erstmals in der mehr als hundertjährigen Geschichte der SNB leer ausgegangen. Grund war der Verlust der Notenbank von neun Milliarden Franken, den die Bank 2013 schrieb.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Herr richard roehl

30.01.2015, 18:30 Uhr

Geschickt gemacht, den EURO-Peg erst in der 2.Jahrewoche aufzugeben, seriös ist aber was anderes. Jedes Privatunternehmen hätte Rückstellungen bilden müssen. Zahlen die Kantone denn im nächsten Jahr zurück

Account gelöscht!

30.01.2015, 19:26 Uhr

Die Schweizer Notenbank SNB reagiert auf ihren Rekordgewinn – und schüttet doppelt so viel Geld an die öffentliche Hand aus als bisher geplant. Nun ist von zwei Milliarden Franken die Rede.

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Die Schweiz hat sich vom EURO entkoppelt....

und die daraus sich Entwickelnde folgen sind erst später erkennbar.

Da wäre doch vernünftiger nicht alles und jetzt auszuschütten....

sondern einen Rückhalte-Fond anzulegen...

dass bei eine eventuell sich negativ ergebende Lage genützt werden könnte

ohne andere bereiche in Leidenschaft zu ziehen.




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