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22.03.2011

10:20 Uhr

Rekordstand seit Mauerfall

BA-Institut prognostiziert mehr Erwerbstätige

Die Forscher der Bundesagentur für Arbeit rechnen für dieses Jahr mit einem deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit. Einen akuten Mangel an Fachkräften befürchten sie allerdings nicht.

Mitarbeiter eines Motorenwerks: Die Forscher rechnen mit einem Rekordstand bei den Erwerbstätigen. Quelle: dpa

Mitarbeiter eines Motorenwerks: Die Forscher rechnen mit einem Rekordstand bei den Erwerbstätigen.

BerlinDie Zahl der Menschen ohne Job werde im Jahresdurchschnitt um 320.000 auf 2,93 Millionen sinken, teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Dienstag mit. Zugleich steige die Zahl der Erwerbstätigen auf einen Rekordstand: Mit 40,84 Millionen dürften so viele Menschen wie nie zuvor im wiedervereinigten Deutschland einen Job haben. „Die kräftige Erholung der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes setzt sich 2011 fort“, schrieben die Experten.

Anzeichen für einen akuten Fachkräftemangel sehen sie nicht. Es bestehe „kein Anlass zur Beunruhigung, wohl aber zur Vorbereitung von Strategien, wie man dem mittelfristig deutlich sinkenden Arbeitsangebot begegnen will“. Allein in diesem Jahr gingen 200.000 mehr Menschen in Ruhestand, als neu in den Berufstarteten. Zu zwei Dritteln könne dieser demografische Rückgang ausgeglichen werden, etwa durch eine stärkere Erwerbsbeteiligung von Frauen und älteren Menschen sowie durch Zuwanderung aus Osteuropa.

Die Experten unterstellen bei ihrer Vorhersage ein Wirtschaftswachstum von drei Prozent. Allerdings sei diese Prognose angesichts der politischen Unruhen in Nordafrika und Nahost, der Natur- und Atomkatastrophe in Japan sowie der Euro-Schuldenkrise mit hohen Risiken behaftet, räumen sie ein.

Von

rtr

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