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12.11.2015

15:39 Uhr

Rente steigt weiter

Kaufkraft auf dem Land besonders groß

Zuerst die gute Nachricht: Die gesetzlichen Renten in Deutschland werden auch in den kommenden Jahrzehnten steigen, so eine Studie des Instituts Prognos. Die schlechte Nachricht: Für die Mieten gilt das offenbar auch.

Obwohl sich die Renten in Ost- und Westdeutschland in den kommenden Jahrzehnten angleichen dürften, bleibt die Kaufkraft der ostdeutschen Rentner nicht zuletzt aufgrund geringerer Mieten besonders hoch. dpa

Hohe Kaufkraft im Osten

Obwohl sich die Renten in Ost- und Westdeutschland in den kommenden Jahrzehnten angleichen dürften, bleibt die Kaufkraft der ostdeutschen Rentner nicht zuletzt aufgrund geringerer Mieten besonders hoch.

BerlinRuheständler können sich nach einer neuen Studie auch in den kommenden Jahrzehnten auf steigende gesetzliche Renten einstellen. Die Rente wird aber nicht mit der Lohnentwicklung Schritt halten, wie die am Donnerstag in Berlin veröffentlichte Erhebung des Instituts Prognos im Auftrag der Versicherungswirtschaft ergab. Vor allem in Süddeutschland werden bis 2040 besonders hohe Renten gezahlt. Die heute im Durchschnitt höheren Rentenansprüche in Ostdeutschland fallen bis dahin gegenüber den Beträgen im Westen zurück.

In den neuen Ländern werden demnach heute im Schnitt 1020 Euro gezahlt, im Westen 833 Euro. Hauptursache sei, dass zu DDR-Zeiten mehr Frauen berufstätig waren und Anwartschaften erwarben. Auch die Kaufkraft – also das, was man sich mit der Rente leisten kann – ist der Studie zufolge im Osten besonders hoch.

In 25 Jahren verändert sich demnach die Verteilung der Kaufkraft der Renten in Deutschland. Ruheständler können sich mit ihrer Rente dann auf dem Land – vor allem an der tschechischen Grenze in Bayern – besonders viel leisten. Rentner in teuren Metropolen wie München oder Hamburg hätten zunehmend das Nachsehen. Ein Installateur aus Hof verfüge dann über eine um 50 Prozent höhere Rentenkaufkraft als sein Kollege aus München.

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dpa

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