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24.01.2012

16:00 Uhr

Rezession

IWF prophezeit Europa düstere Zeiten

VonMarkus Ziener

Die Schulden-Krise erreicht endgültig Europas Realwirtschaft. Der Internationale Währungsfonds rechnet damit, dass der Euro-Raum insgesamt in die Rezession fällt. Auch für Deutschland gibt es schlechte Nachrichten.

Rauchende Schornsteine: Die weltweite Konjunktur kühlt ab. dpa

Rauchende Schornsteine: Die weltweite Konjunktur kühlt ab.

WashingtonMit einer deutlichen Korrektur der Wachstumszahlen nach unten hat der Internationale Währungsfonds (IWF) auf die anhaltende Krise im Euro-Raum reagiert. In seinem neuen Zwischenbericht zum Weltwirtschaftsausblick (WEO) rechnet der Fonds für die Euro-Zone in diesem Jahr inzwischen mit einem Wirtschaftsrückgang von 0,5 Prozent. Noch im September kalkulierte der IWF, der von der Französin Christine Lagarde geführt wird, für die Eurozone mit einem Wachstum von 1,1 Prozent im laufenden Jahr. Die Erwartungen an die Wirtschaftsleistung in Deutschland wurden ebenfalls erheblich gedämpft. Hier sieht der Fonds nur noch ein Mini-Wachstum von 0,3 Prozent.

Nur geringfügig erfreulicher sind die Zahlen für 2013. Trifft die Fonds-Prognose ein, dann kommt die Eurozone im nächsten Jahr auf 0,8 Prozent und Deutschland auf 1,5 Prozent Wachstum. Die Hauptverursacher für den Abschwung der Gesamtzahlen im Euroraum sind Italien und Spanien, die der IWF für 2012 um 2,5 beziehungsweise 2,8 Prozent heruntergestuft hat.

Nur die USA kommen im Zwischenbericht des IWF vergleichsweise gut weg: Für sie sieht der Fonds unverändert ein Wachstum von 1,8 Prozent im laufenden Jahr vor. Für 2013 rechnen die Experten des Weltwährungsfonds mit einem Rückgang des Wachstums um 0,3 Prozent.

Das globale Wachstum fällt laut IWF 2012 auf 3,3 Prozent, was einen Minus von -0,7 Prozent im vergleich zum Vorjahr entspricht. Für 2013 erwarten die Ökonomen ein Wachstum von 3,9 Prozent.

Kommentare (40)

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Account gelöscht!

24.01.2012, 16:11 Uhr

In den USA leben 40 Millionen Menschen von Fressmarken weil sie sich nicht ernähren können. Die Amis haben Schulden wie sie Griechenland in der Relation nie haben wird und die Typen drucken munter weiter Geld....sowas kommt gut davon??? Der Dollar ist weit kaputter als der Euro wenn man sich die Zahlen mal ansieht.

Was ist bitte mit Frankreich? Die realen Zahlen müssten ebenso jeden im Sand versinken lassen, denn die sind ebenso völlig imEimer und kaschieren das ganz toll.

Sorry aber hier scheint wieder darüber hinweg getäuscht worden sein dass das komplette weltweite Geldsystem am zusammenbrechen ist und man es weiter und weiter kaschiert weil keiner eine Lösung hat! Der Knall wird jedoch kommen und den Euro trifft es zuerst!

Dresdner

24.01.2012, 16:12 Uhr

Macht den bankrotten Laden endlich dicht!
Lieber eine kontrollierte Abwicklung des Euro, als ein unkontrolliertes Zusammenbrechen.
-Rückkehr zu souveränen Währungen in Europa und festen Wechselkursen.
-Einführung eines Trennbankengesetzes nach Glass-Steagall um die realen Werte wie Industrie und Spareinlagen der Bürger vor der mörderischen Casinowirtschaft zu schützen.
Das sind die ersten Schritte zu einem besseren Europa für die MENSCHEN und souveränen Staaten in wirtschaftlicher Zusammenarbeit.

shogun

24.01.2012, 16:34 Uhr

Frau Lagarde,
ein weiterer Brandbeschleuniger, den man schnellstens löschen sollte.

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