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05.01.2012

14:17 Uhr

Risiken wachsen

Weltwirtschaftskrise trifft China immer stärker

Der Rückgang der Nachfrage durch Europäer und Amerikaner bremst die chinesischen Exporte. Das Wirtschaftswachstum geht zurück. Ein Spitzentreffen beschäftigt sich jetzt mit den Gefahren für Chinas Finanzsystem.

Containerhafen in der chinesischen Provinz Shandong. AFP

Containerhafen in der chinesischen Provinz Shandong.

PekingChinas Wirtschaft stehen schwierige Zeiten bevor. Seine Exporte kühlen sich spürbar ab. Im abgelaufenen Jahr schrumpfte der Außenhandelsüberschuss um rund zwölf Prozent auf 160 Milliarden US-Dollar, wie Handelsminister Chen Deming laut Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag auf einer Konferenz in Peking sagte. Die düsteren Aussichten für die Exporteure und die Stagnation des überhitzten Immobilienmarkt werden Chinas Wirtschaftswachstum nach Vorhersagen von Experten im kommenden Jahr deutlich abbremsen.

So steht „Risiko-Kontrolle“ im Mittelpunkt einer Konferenz der obersten Finanzorgane, die am Freitag und Samstag in Peking zusammenkommt. Ein solches nationales Arbeitstreffen wird nur alle fünf Jahre einberufen und soll wegweisende Entscheidungen treffen. Die Konferenz werde sich darauf konzentrieren, wie die Finanzrisiken bewältigt werden könnten, während sich die europäische Schuldenkrise verschlimmere und der Weltwirtschaft eine neue Rezession drohe, zitierte die Zeitung „China Daily“ einen Experten des Staatsrates.

Nach 9,1 Prozent im abgelaufenen Jahr wird die chinesische Wirtschaft 2012 nur noch um 8,3 Prozent wachsen, sagte die Deutsche Bank in einer Studie voraus. Der für China zuständige Chefökonom Ma Jun schrieb, drei Gründe führten zu einer Abschwächung der chinesischen Konjunktur: Die geringere Nachfrage durch die Schuldenkrise in Europa, der Rückgang der Umsätze auf dem Immobilienmarkt sowie die anhaltende Kreditverknappung in China.

Der chinesische Außenhandel hat im vergangenen Jahr noch um rund 20 Prozent auf 3,6 Billionen US-Dollar zugenommen, wie der Handelsminister sagte. In diesem Jahr wird das Exportwachstum nach den Erwartungen der Deutschen Bank aber auf zehn Prozent zurückgehen. In der ersten Jahreshälfte könnte der Anstieg der Ausfuhren sogar nur noch im einstelligen Bereich liegen, sagte Ma Jun voraus.

Kommentare (1)

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Neo

05.01.2012, 22:41 Uhr

na dann wächst China halt mal bisschen weniger rasant , dafür gesünder - auch für die Umwelt und die globalen Wirtschaftspartner.

Die Gier nach dem schnellen Mammon wird der Untergang dieser Welt !

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