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22.07.2011

09:20 Uhr

Schäuble-Bericht

Schwächere deutsche Industrie drückt das Wachstum

Das Finanzministerium schraubt seine Wachstumserwartungen nach unten. Grund dafür sind die schlechteren Perspektiven der Industrie. Vor allem die Exporteure bekommen Schwierigkeiten, durch die schwächere Weltwirtschaft.

Arbeiter in Frankfurt am Main. Quelle: dpa

Arbeiter in Frankfurt am Main.

BerlinDie Aussichten für die deutsche Industrie verschlechtern sich und bremsen das Wachstum in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt der der am Freitag veröffentlichte Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums.
„Der Konjunkturaufschwung in Deutschland hat sich im zweiten Quartal wahrscheinlich mit deutlich vermindertem Tempo fortgesetzt“, heißt es darin. „Insbesondere in der Industrie zeigt sich dabei eine Abstufung im Expansionstempo.“

Dabei haben die Unternehmen vor allem mit der schwächeren Weltkonjunktur zu kämpfen. In den USA schwächelt das Wachstum, viele Euro-Länder sind im Zuge der Schuldenkrise zu massiven Einsparungen gezwungen. In China bremst die Regierung ebenfalls das Wachstum, um eine Überhitzung zu verhindern. Dies trifft die deutschen Exporteure.

"Die Frühindikatoren deuteten darauf hin, dass auch im weiteren Jahresverlauf mit einem flacheren Wachstumspfad zu rechnen ist“, heißt es im Bericht des Finanzministeriums. Dies deckt sich mit den Prognosen von Banken-Volkswirten.
Für das zweite Quartal sagen die von Reuters befragten 20 Analysten ein Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent voraus. Zu Jahresbeginn war es noch dreimal so stark ausgefallen, weil die Bauwirtschaft die am Jahresende wegen Schnee und Frost liegen gebliebenen Arbeiten rascher als erwarten aufholen konnte. Bis Ende 2012 rechnen die Experten mit einem Quartalswachstum, das zwischen 0,4 und 0,6 Prozent schwankt.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

22.07.2011, 10:12 Uhr

Ach Gottchen, was für eine Erkenntnis von Herrn Schäuble.
Das hätten viele Bürger ihm schon längst sagen können.
Wenn eine Industrie nur noch auf Export ausgerichtet ist, wie Deutschland und eine Finanzkrise herrscht, den Ländern es schlecht geht, ist es doch klar, dass der Export einbricht. Zumal wir den meisten Export in die EU-Staaten haben. Wir retten die Staaten mit viel Steuergeld und Schäuble wundert sich, dass diese Staaten nichts kaufen?
Mann, der Mann ist aber wirklich von hoher Intelligenz.
Da wird in nächter Zeit ohnehin die Blase platzen durch viele unbezahlte Rechnungen auf denen die Exportfirmen sitzen bleiben werden.
Das alles war doch vorhersehbar. Was ist denn daran jetzt so verwunderlich?
Wenn ich kein Geld habe, kann ich auch nichts einkaufen.
Und wenn die gesamte Blase platzt, dann wird es hart, denn Deutschland hat fürs eigene Land und die eigene Bevölkerung kein Geld, das mußte man ja aus dem Land schaffen.
Na dann, warten wir mal was kommt
Weimar läßt grüßen
Und vielleicht ist das sogar gut, dann kehrt vielleicht hier mal wieder der Anstand ein bißchen hzurück und man besinnt sich mal wieder auf das alte deutsche Kaufmannsdenken und beerdigt die Gier.

Account gelöscht!

22.07.2011, 10:59 Uhr

Der Ausstieg aus der Kernenergie hat der BRD bereits den ökonomischen Todesstoß versetzt. Als Unternehmer muss man irre sein, wenn man in der BRD investiert. In Frankreich sind die Stromkosten nur knapp halb so hoch wie in der BRD. Ich freue mich schon, die ganzen Öko-Chaoten in der Hartz4-Schlange stehen zu sehen oder am Straßenrand als 1-Euro-Jobber Unkraut zu zupfen.

Account gelöscht!

22.07.2011, 14:06 Uhr

„Bis Ende 2012 rechnen die Experten ...“. So so.
Im Kalenderjahr 2011 laufen weltweit alle Konsumstrohfeuerpakete aus. Aus unterschiedlichen Gründen. In China wegen Überhitzung und drohendem Kollaps des Immobilienmarktes, von dem gerade wir in DE nicht unerheblich partizipierten.
In den westl. Industriestaaten allerdings, weil kein Nachschub mehr an Krediten möglich ist und die Annuität für die gigantischen Schulden, mit denen man bisher den Wohlstand finanziert hat, damit man immer schön wiedergewählt wird, jeden Staatshaushalt kollabieren lässt, aber Dank Merkels Milliarden noch ein paar Monate rausgeschoben werden kann, bis zum großen, weltweiten Crash.

Unsere Absatzmärkte werden sich damit massiv verschieben. Innerhalb der EU geht nur noch was, wenn Schäuble die Schecks gleich mitschickt, die unsere Aufstocker, Niedriglöhner und Zeitarbeiter bezahlen müssen, durch immer noch weniger Lohn.
Unsere künftigen Absatzmärkte sind China, Indien und andere Schwellenländer, sowie Russland, die sich Waren Made in Germany auch leisten können und wollen.

Doch die Früchte unserer Arbeit haben nicht wir in DE zum konsumieren, für ein zweites Standbein, den Binnenmarkt, nein, die Früchte unserer Arbeit muß Schäuble postwendend an die PIIGS überweisen, damit diese Staaten nicht kollabieren und die immer höheren Arbeitslosen auch bezahlt werden können und nicht auf die dumme Idee kommen, zu randalieren.
Innerhalb der Weltwirtschaft werden sich Waren Made in Germany immer durchsetzen können, auch ohne den Euro. Aber ohne den Euro könnten wir den Lohn unserer Arbeit auch selbst ausgeben und nicht verschenken.
Wie unsere Politiker die bewusste Schädigung ihres Volkes verantworten können, kann man betriebswirtschaftlich nicht nachvollziehen. Die haben nicht nur einen Meineid geschworen, sondern betreiben ganz offen Hochverrat! Und wie man mit Hochverrätern umgeht kann man in den Geschichtsbüchern nachlesen.
Auf was warten wir eigentlich noch?

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