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04.12.2014

10:57 Uhr

Schlechte Aussichten für Frankreich

Arbeitslosenquote klettert auf 9,9 Prozent

Frankreichs Arbeitslosenquote ist im dritten Quartal des Jahres erneut gestiegen und liegt nun bei 9,9 Prozent. Laut der Statistikbehörde Insee ist eine Besserung nicht in Sicht.

Frankreichs Arbeitslosenquote ist auch im dritten Quartal des Jahres weiter gestiegen. dapd

Frankreichs Arbeitslosenquote ist auch im dritten Quartal des Jahres weiter gestiegen.

ParisAm französischen Arbeitsmarkt ist keine Aufhellung in Sicht: Die Arbeitslosenquote stieg im dritten Quartal des Jahres um 0,2 Punkte auf 9,9 Prozent, wie das nationale Statistikamt Insee am Donnerstag in Paris mitteilte. Damit erreichte die Quote dieselbe Höhe wie im dritten Quartal 2013, nachdem Insee zwischendurch eine leichte Besserung gemeldet hatte. Vor allem bei den jungen Arbeitslosen wurde im dritten Quartal 2014 ein deutlicher Anstieg auf 23,7 Prozent registriert.

Das französische Arbeitsministerium hatte erst Ende November einen neuen Höchststand bei der Zahl der Arbeitslosen bekanntgegeben. Demnach waren im Oktober 3,46 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Eine Arbeitslosenquote veröffentlicht das Arbeitsministerium nicht. Das Statistikamt Insee berechnet die Arbeitslosigkeit nach einer anderen Methode als das Ministerium.

Warum Frankreich in der Krise steckt

Arbeitslosigkeit

Eines der sichtbarsten Probleme ist die Arbeitslosigkeit im Land. Sie bewegt sich seit Monaten auf Rekordniveau. Zuletzt waren fast 3,4 Millionen Menschen ohne Job. Damit liegt die Quote fast doppelt so hoch wie in Deutschland.

Wachstum

Gleichzeitig kommt das Wachstum in der nach Deutschland zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone nicht in Gang. In den ersten beiden Quartalen dieses Jahres stagnierte die Wirtschaft sogar.

Handelsdefizit

Zudem hat Frankreich eine negative Bilanz beim Austausch mit anderen Wirtschaftsnationen. Das Außenhandelsdefizit lag im ersten Halbjahr 2014 bei 29,2 Milliarden Euro.

Sparprogramm

Im Kampf gegen die Krise hat sich die Regierung ein Sparprogramm vorgenommen. Bis 2017 plant Paris Einsparungen in Höhe von 50 Milliarden Euro.

Neuverschuldung

Es ist fraglich, ob Frankreich wie zugesagt im kommenden Jahr das EU-Defizitkriterium wird einhalten können. Demnach darf die Neuverschuldung nicht mehr als drei Prozent der Wirtschaftskraft betragen. An dieser Hürde war Frankreich in den vergangenen Jahren stets gescheitert.

Seit dem Amtsantritt von Frankreichs sozialistischem Präsidenten François Hollande im Mai 2012 gab es - nach den Zahlen des Ministeriums - nur in drei Monaten einen leichten Rückgang bei der Arbeitslosigkeit. Ansonsten stieg die Zahl der Arbeitslosen unaufhörlich an, obwohl Hollande den Abbau der Arbeitslosigkeit zu seinem wichtigsten politischen Ziel erklärt hatte.

Von

afp

Kommentare (3)

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Frau Frauke Müller

04.12.2014, 11:14 Uhr

Kein Wunder! Welcher Unternehmer sollte so verrückt sein und im reinsten Sozialismus investieren!

Das schlimme ist nur, dass wir via EUdSSR für den gescheiterten Franko-Sozialismus zahlten!

Herr Riesener Jr.

04.12.2014, 11:49 Uhr

(Leider) richtig, Frau Müller!

Der Staat sollte 95% seiner Tätigkeit für die Schaffung von Arbeitsplätzen reservieren. Wo wenig gearbeitet wird, werden wenige Werte geschaffen und wenig Steuern bezahlt und es kann nur wenig für Sozialmaßnahmen ausgegeben werden.

Und dabei ist das Schaffen von Arbeitsplätzen für den Staat recht einfach: Er muss uns Bürger nur halbwegs in Ruhe lassen, dann werden wir aus "Profitgier" von ganz allein gut arbeiten bzw. Arbeitsplätze schaffen.

Herr Woifi Fischer

04.12.2014, 12:55 Uhr

Arbeitslosenquote klettert auf 9,9 Prozent!

Diese Woche war zu lesen im HB, Frankreich und die BRD wollen den EU-Wirtschaftskarren aus dem Dreck ziehen, und nun dies!
Der Michel wird von seinen Politikern nur noch verarscht, und die gesteuerte Presse macht eifrig mit.

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