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22.02.2012

12:34 Uhr

Schuldenkrise

Deutsche Exporte nach Griechenland brechen ein

Die deutschen Warenausfuhren nach Griechenland sind drastisch gesunken. 2011 sanken die Exporte um 13 Prozent - das ist selbst beim gesamten deutschen Exportvolumen zu spüren.

Am Containerhafen in Piräus kommen immer weniger Waren aus Deutschland an. Reuters

Am Containerhafen in Piräus kommen immer weniger Waren aus Deutschland an.

BerlinDie deutschen Exporte in das krisengeschüttelte Griechenland brechen immer stärker ein. Sie sanken im vergangenen Jahr um 13 Prozent auf knapp 5,1 Milliarden Euro. Damit sind die Ausfuhren auf das Niveau von 2002 zurückgefallen, geht aus Daten des Statistischen Bundesamtes hervor.

Das entspricht einem Anteil von weniger als einem halben Prozent am deutschen Exportvolumen. Zum Vergleich: Die gesamten Ausfuhren legten 2012 um 12,4 Prozent zu und übertrafen erstmals die Umsatzmarke von einer Billion Euro.

Die Exporte nach Griechenland schrumpften dagegen schon das dritte Jahr in Folge. 2008 wurden noch Waren im Wert von rund acht Milliarden Euro dorthin geliefert - seither ist das Niveau um rund 36 Prozent gesunken. Besonders Investitionsgüter wie Maschinen und Fahrzeuge waren weit weniger gefragt.

Bei den Importen zeigt sich ein anderes Bild: Deutschland bezog im vergangenen Jahr Waren im Wert von knapp zwei Milliarden Euro aus Griechenland - ein Plus von zwei Prozent. Die gesamten deutschen Einfuhren legten mit 13,2 Prozent aber rund sechsmal stärker zu und erreichten mit insgesamt 902 Milliarden Euro ein Rekordniveau.

Von

rtr

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

22.02.2012, 12:44 Uhr

Das ist doch mal eine gelungene Leistung. Für ein Land, in das wir für 5,1 Mrd. Euro exportieren, stehen wir für über 30 Mdr. mit Bürgschaften in der Verpflichtung. Unsere Minister ist echt super.

Account gelöscht!

22.02.2012, 12:47 Uhr

DAS ist Deutschland....der Exportweltmeister der anderen schon JAhre über Jahre erst die Kohle schicken muss, damit die unseren Dreck importieren können.

Troll

22.02.2012, 12:53 Uhr

Viele Firmen wollen auch gar nicht mehr dorthin liefern, auf Bezahlung ihrer Lieferungen warten sie doch noch großteils bis heute.

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