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02.07.2013

11:59 Uhr

Schuldenpolitik

Barroso setzt Arbeitsgruppe zu Eurobonds ein

Im Auftrag der EU-Kommission untersucht eine Brüsseler Arbeitsgruppe die Vor- und Nachteile der umstrittenen Eurobonds. Die Gruppe soll nun alle Auswirkungen von gemeinschaftlicher Schuldenausgabe prüfen.

Die Flaggen der Mitgliedsländer der Europäischen Union vor dem Europa-Parlament in Straßburg. dpa

Die Flaggen der Mitgliedsländer der Europäischen Union vor dem Europa-Parlament in Straßburg.

Brüssel/ StraßbourgEine hochrangige Brüsseler Arbeitsgruppe untersucht im Auftrag der EU-Kommission Vor- und Nachteile der umstrittenen Eurobonds. Vorsitzende sei die Österreicherin Gertrude Tumpel-Gugerell, die früher im Direktorium der Europäischen Zentralbank saß, kündigte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso am Dienstag im Straßburger Europaparlament an. Unter den zehn weiteren Mitgliedern ist auch die ehemalige deutsche Wirtschaftsweise Beatrice Weder Di Mauro.

Barroso sprach von Eurobills, das sind kurzfristige Anleihen des Euroraums. Bisher gibt es keine gemeinsame Schuldenpolitik im Euroraum - das diskutierte Vorhaben ist höchst umstritten und wird von Deutschland bisher strikt abgelehnt.

Die Arbeitsgruppe soll alle Auswirkungen von gemeinschaftlicher Schuldenausgabe prüfen, dabei geht es laut Barroso um Eurobills und einen Tilgungsfonds. Nach bisher in Brüssel kursierenden Reformvorschlägen geht dabei um die Überführung von bestimmten Staatsschulden in einen Tilgungsfonds für Altlasten.

Von

dpa

Kommentare (21)

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Account gelöscht!

02.07.2013, 12:19 Uhr

Jaja, dass Ergebnis ist jetzt schon offensichtlich - man wird die EuroBonds zusätzlich zu den bisherigen X-Rettungssäulen (..ESM; EZB > Target2; Ancounc. des Aufkaufs v. unbegrenzten Anleihen etc.) einführen - spätestens nach der Bundestagswahl im Herbst 2013. Mal sehen welche Ausrede sich dann Frau Merkel einfallen lässt, wenn diese eingeführt werden..hatte Sie doch zum Schutz Deutscher Interessen noch behauptet "Das Eurobonds nur über Ihre Leiche eingeführt werden"...Fakt ist, werden diese eingeführt, wird außer DE der Rest in der Eurozone, insbesondere die schwächeren Staaten davon profitieren - auf Kosten DEs.

Ichbinsdoch

02.07.2013, 12:19 Uhr

Nach der Wahl ist die gemeinsame Schuldenhaftung da.
Immer weniger wird dem deutschem Steuerzahler bleiben, bis spätestens 2014 die großen Zwangsenteignungen los gehen,

Ganz Europa wird so enden wie Griechenland bei der Politik

Eurowahn

02.07.2013, 12:21 Uhr

Immer weiter in kleinen Schritten (Salamitaktik) in den Untergang für uns Deutsche. Ein paar kleine Veränderungen und eine andere Namensgebung (Eurobills statt Eurobonds) und bald werden diese "umgetauften" Eurobonds beschlossen werden. Und unser Lügenbaron Schäuble wird sich wieder hinstellen und sagen:" Eurobills sind eine tolle Sache - die deutsche Bundesegierung hat sich wieder mal intenational durchgesetzt und Eurobonds verhindert. Dass es dabei dann den selben Effekt hat ist ja egal. Aber Eurobonds wurden nicht eingeführt.

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