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30.09.2013

14:13 Uhr

Schwache Konjunkturdaten

Industrie erwartet kaum Exportwachstum

Die deutsche Industrie muss die Erwartungen an die Exportbilanz 2013 zurückschrauben: Das im Juni verkündete Ziel ist wegen der schwachen Konjunktur anderer Länder nicht mehr realistisch.

Deutsche Waren sind zwar international gefragt, aber das tatsächliche Exportvolumen enttäuscht Experten. dpa

Deutsche Waren sind zwar international gefragt, aber das tatsächliche Exportvolumen enttäuscht Experten.

BerlinDie deutsche Industrie hat vor allem wegen der schwachen Konjunktur in den Schwellenländern ihre Exportprognose für das laufende Jahr gekappt. Für 2013 wird nur noch ein Wachstum bei den Ausfuhren von 1,5 bis 2 Prozent erwartet. Bisher lag die Schätzung bei 3,5 Prozent. Das geht aus dem Außenwirtschaftsbericht des Industrieverbandes BDI hervor, über den zuerst am Montag „Spiegel Online“ berichtete. Besonders das Wachstum der Schwellenländer wie Brasilien oder China habe zuletzt enttäuscht. Die Staaten litten unter fehlenden Reformen und dem auslaufenden Rohstoffboom.

„Angesichts des schwachen ersten Halbjahrs werden die Exporte in diesem Jahr unter den Erwartungen bleiben“, erklärte BDI-Hauptgeschäftsführer Markus Kerber. Im ersten Halbjahr 2013 lagen die deutschen Exporte um 0,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Kerber sieht aber auch positive Signale. „Die deutsche Industrie rechnet noch in diesem Jahr mit einer allmählichen Erholung. In den wesentlichen Exportbranchen stehen die Zeichen auf Wachstum.“ So hätten sich die Ausfuhren der Automobilindustrie in die Kernmärkte Westeuropa und USA zuletzt vergleichsweise gut entwickelt.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

30.09.2013, 14:35 Uhr

in diesem Kontext von "Experten" zu sprechen, ist wirklich ein guter Witz. Es ist wirklich tragisch, dass die große Masse der Wähler einfach .... ist !

karma

30.09.2013, 14:42 Uhr

Es muss nicht immer nur mehr-mehr-mehr sein, denn Quantität ist nicht alles. Was haben wir wohl von unserem Wohlstand, wenn wir ihn nicht genießen können.

Offensichtlich setzt gerade ein generelles Umdenken ein. Wachstum ohne Nachdenken führt in die Krise, wie wir gerade bei der Finanzkrise gesehen haben.

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