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27.01.2004

16:23 Uhr

Schwierige Arbeitssuche

US-Verbrauchervertrauen überraschend stark gestiegen

Die amerikanischen Verbraucher sind optimischer geworden. Ihr Vertrauen in die US-Wirtschaft hat im Januar überraschend stark zugenommen.

HB NEW YORK. Das Konsumklima in den USA hat sich trotz der weiterhin angespannten Lage am Arbeitsmarkt überraschend stark aufgehellt. Im Januar stieg das Verbrauchervertrauen auf den höchsten Stand seit eineinhalb Jahren, wie am Dienstag veröffentlichte Daten des privaten Forschungsinstituts Conference Board zeigen.

Analysten zufolge beurteilen viele Verbraucher ihre gegenwärtige Lage aber immer noch eher skeptisch, da sie sich um ihren Arbeitsplatz sorgen. Auch die Finanzmärkte reagierten reserviert auf die Daten. Die US-Aktienmärkte tendierten weiterhin leicht im Minus. Der Dollar verlor zum Euro.

Der Verbrauchervertrauens-Index kletterte im laufenden Monat auf 96,8 (Dezember 91,7) Punkte, wie das Conference Board mitteilte. Das ist der höchste Stand seit Juli 2002. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt einen geringeren Anstieg auf 96,3 Punkte erwartet.

Im Einzelnen zeigen die Daten, dass die Konsumenten die Aussichten für die nahe Zukunft weiterhin deutlich besser einschätzen als die gegenwärtige Lage. „Der steigende Optimismus über die gesunde Verfassung der Wirtschaft insgesamt unterstützt weiterhin den kurzfristigen Ausblick der Verbraucher“, sagte Conference-Board-Experte Lynn Franco. So kletterte der Erwartungsindex den Angaben zufolge auf 108,1 (103,3) Zähler. „Aber was die gegenwärtigen Bedingungen angeht, so bleibt die Einschätzung der Verbraucher, die stark von den Verbesserungen am Arbeitsmarkt abhängt, sowohl schwach als auch schwankungsanfällig“, ergänzte Franco. Der Teilindex der gegenwärtigen Bedingungen stieg auf 80,0 (Dezember 74,3) Zähler.

Der Anteil der befragten Konsumenten, die die Arbeitssuche als schwierig bezeichneten, fiel zwar auf 31,4 (32,4) Prozent, war aber immer noch höher als vor einem Jahr. „Die Verbraucher sind immer noch besorgt wegen der Beschäftigungssituation“, sagte Gary Thayer, Volkswirt bei A.G. Edwards & Sons.

Der Verbrauchervertrauensindex gilt als wichtiger Indikator für die künftige Entwicklung der Konsumausgaben, die rund zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung ausmachen.

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