Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.07.2014

17:06 Uhr

Seit mehr als vier Jahren

Inflation auf niedrigstem Stand

Der Preisauftrieb in Deutschland ist so schwach wie seit Jahren nicht mehr. Verbraucher können sich über deutlich gesunkene Energiepreise freuen. Doch der Europäischen Zentralbank bereitet die niedrige Inflation Sorgen.

Sinkende Energiepreise, besonders Sprit und Heizöl, sind unter anderem für einen weniger starken Anstieg der Preise und damit der Teuerungsrate verantwortlich. dpa

Sinkende Energiepreise, besonders Sprit und Heizöl, sind unter anderem für einen weniger starken Anstieg der Preise und damit der Teuerungsrate verantwortlich.

WiesbadenSinkende Energiepreise haben die Inflation in Deutschland im Juli auf den niedrigsten Stand seit mehr als vier Jahren gedrückt. Die jährliche Teuerungsrate lag bei 0,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch nach vorläufigen Zahlen in Wiesbaden mitteilte. Eine niedrigere Rate gab es zuletzt im Februar 2010 mit 0,5 Prozent.

Gebremst wurde der Preisauftrieb im Juli erneut durch sinkende Energiepreise (minus 1,5 Prozent). Billiger wurden insbesondere Sprit und Heizöl, wie aus Daten Statistischer Landesämter hervorgeht. Die Nahrungsmittelpreise waren gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant. Billiger wurden nach Angaben der Statistiker in den Sommermonaten vor allem Obst und Gemüse. Mehr als im Vorjahr mussten die Verbraucher dagegen für Nettokaltmieten zahlen. Gegenüber dem Vormonat stieg die Inflationsrate insgesamt um 0,3 Prozent.

Der Preisauftrieb in Deutschland liegt zwar immer noch höher als im Euroraum. Doch auch in Deutschland ist die Inflation weit entfernt vom Zielwert der Europäischen Zentralbank. Die EZB sieht Preisstabilität bei einer Jahresrate von knapp unter 2,0 Prozent gewahrt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×