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11.07.2017

19:38 Uhr

Sorge in der Stahlbranche

Kanzlerin Merkel warnt vor Handelskriegen

Die Überkapazitäten sorgen weiter für Wirbel in der Stahlbranche. Bundeskanzlerin Merkel warnt indes vehement vor möglichen Handelskriegen – sie sieht die G20 in der Pflicht, schnellstmöglich zu einer Lösung zu kommen.

„Wir haben allen gesagt: Wenn das weiter so langsam geht, wird es zu bilateralen Strafaktionen kommen“, so die Bundeskanzlerin. AP

Angela Merkel

„Wir haben allen gesagt: Wenn das weiter so langsam geht, wird es zu bilateralen Strafaktionen kommen“, so die Bundeskanzlerin.

MünchenBundeskanzlerin Angela Merkel hat vor Handelskriegen in der Stahlbranche gewarnt, wenn die G20-Staaten nicht schnell zu Lösungen bei der Frage nach Überkapazitäten kommen. Bei einer Veranstaltung der bayerischen Wirtschaft in München machte Merkel zugleich klar, dass sie auch nach dem Treffen mit US-Präsident Donald Trump auf dem G20-Gipfel in Hamburg nicht wisse, was die Regierung in Washington tun werde.

„Wir haben allen gesagt: Wenn das weiter so langsam geht, wird es zu bilateralen Strafaktionen kommen“, sagte Merkel mit Hinweis darauf, dass das 2016 eingerichtete globale Stahlforum nur sehr schleppend gearbeitet habe. Das Gremium sollte die Handelsstreitigkeiten klären. Hintergrund sind vor allem Klagen der USA und Europas, dass China Stahl auf den Weltmarkt drückt. Die USA haben aber auch europäische und deutsche Stahlhersteller ins Visier genommen.

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„Ich kann keine Voraussagen über das Handeln der amerikanischen Administration geben“, betonte Merkel. „Wir haben uns Mühe gegeben und viel Kraft darauf verwendet, den multilateralen Ansatz zu stärken“, sagte Merkel mit Blick auf die G20-Beschlüsse. In Hamburg habe man einen ehrgeizigen Zeitplan beschlossen, dass bis November Lösungsvorschläge vorliegen sollten. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker habe zugleich betont, dass sich die EU gegen Strafzölle anderer Staaten wehren werde.

Von

rtr

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