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24.11.2016

10:19 Uhr

Spanien

Wirtschaft verliert leicht an Fahrt

Das spanische Bruttoinlandsprodukt stieg von Juli bis September lediglich um 0,7 Prozent zum Vorquartal. Damit ist es weniger stark als im Frühjahr. Dennoch war das Wachstum im Herbst noch stärker als in Deutschland.

Das spanische Bruttoinlandsprodukt steigt weiter. dpa

Langsames Wachstum

Das spanische Bruttoinlandsprodukt steigt weiter.

MadridDie spanische Wirtschaft hat ihr Wachstumstempo leicht gedrosselt. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von Juli bis September um 0,7 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt INE am Donnerstag in Madrid auf Basis endgültiger Daten mitteilte.

Damit wurde eine frühere Schätzung bestätigt. Das Bruttoinlandsprodukt stieg somit nicht mehr so stark wie im Frühjahr, als ein Wert von 0,8 Prozent erreicht wurde. Dennoch war das Wachstum im Herbst noch weit stärker als in Deutschland, wo lediglich ein Plus von 0,2 Prozent heraussprang.

Spanien ist nach Deutschland, Frankreich und Italien die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone. Spanien profitierte im Sommer von einem Rekordansturm von Urlaubern. Viele mieden andere Mittelmeerziele wie die Türkei und Nordafrika wegen der instabilen politischen Lage und Angst vor Anschlägen.

So geht's der Wirtschaft in der Euro-Zone

Wirtschaftswachstum

Das Wirtschaftswachstum in Europa hat sich zur Jahresmitte abgeschwächt. Im zweiten Quartal legte die Wirtschaftsleistung in den 19 Ländern der Währungsunion lediglich um 0,3 zu, nachdem sie in den ersten drei Monaten des Jahres 2016 noch um 0,6 Prozent gestiegen war. In der gesamten Europäischen Union wuchs die Wirtschaft um 0,4 Prozent.

Analysten zufolge könnte das Brexit-Votum im Laufe des Jahres das Wirtschaftswachstum weiter dämpfen.

Verbraucherpreise

Die Verbraucherpreise in der Eurozone sind im Juli minimal angestiegen. Wie die Statistikbehörde Eurostat am Freitag nach einer ersten Schätzung mitteilte, erhöhten sich die Lebenshaltungskosten in den 19 Staaten der Währungsunion um 0,2 Prozent. Im Juni waren sie um 0,1 Prozent gestiegen, nachdem sie im April und im Mai zurückgegangen waren. Vor allem die sinkenden Energiepreise dämpfen den Preisanstieg weiterhin. Sie gingen im Juli um 6,6 Prozent zurück.

Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit in Europa ist im Juni stabil geblieben. Sie blieb im Juni mit 10,1 Prozent in der Eurozone und 8,6 Prozent in der gesamten Europäischen Union auf dem Niveau des Vormonats, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Die höchste Arbeitslosenquote verzeichnete demnach Griechenland nach letzten verfügbaren Angaben im April mit 23,3 Prozent. Dagegen lag die deutsche Erwerbslosigkeit nach den europäischen Berechnungen im Juni bei 4,2 Prozent.

Inflation

Die Verbraucherpreise in der Eurozone sind im Juli minimal angestiegen. Wie die Statistikbehörde Eurostat nach einer ersten Schätzung mitteilte, erhöhten sich die Lebenshaltungskosten in den 19 Staaten der Währungsunion um 0,2 Prozent. Im Juni waren sie um 0,1 Prozent gestiegen, nachdem sie im April und im Mai zurückgegangen waren. Vor allem die sinkenden Energiepreise dämpfen den Preisanstieg weiterhin. Sie gingen im Juli um 6,6 Prozent zurück.

Dadurch konnte Spanien die Massenarbeitslosigkeit etwas abbauen: Im September sank die Erwerbslosenquote auf 19,3 nach 21,4 Prozent im August.

Von

rtr

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