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13.01.2005

14:36 Uhr

Stabilisierung 2006 möglich

Baubranche wieder etwas hoffnungsvoller

Die Baubranche in Deutschland blickt wieder etwas hoffnungsfroher in die Zukunft. „Wir gehen vom Sturzflug der vergangenen Jahre in den Gleitflug über“, sagte Geschäftsführer Prof. Karl Robl von der Bundesvereinigung Bauwirtschaft am Donnerstag in München.

HB MÜNCHEN. Die Bauinvestitionen würden 2005 voraussichtlich um ein Prozent sinken, sagte Robl. „Erst 2006 könnte es bei Festigung des wirtschaftlichen Wachstums und höherer Erwerbstätigkeit zu einer Stabilisierung der Bauinvestitionen kommen“, ergänzte er. Im Bauhauptgewerbe und im Ausbaugewerbe, die zusammen rund zwei Drittel der Bauinvestitionen realisieren, würden auch im laufenden Jahr knapp 50 000 Stellen wegfallen.

Im Bauhauptgewerbe sei mit einem Umsatzrückgang um ein bis 1,5 % zu rechnen, erklärte Robl. Die Zahl der Beschäftigten dürfte nochmals um bis zu 25 000 auf dann etwa 750 000 abnehmen. Im Ausbaugewerbe dürfte der Umsatz nach Schätzungen des Verbandes wegen der hohen Bedeutung von Baumaßnahmen bei bestehenden Gebäuden nur um 0,5 % sinken. Bei der Stellenzahl sei ein Rückgang um ein bis 1,5 % auf dann 1,46 Mill. denkbar.

Im vergangenen Jahr gingen die Bauinvestitionen nach vorläufigen Berechnungen des Statischen Bundesamtes um 2,5 % zurück. Insgesamt waren im Bau- und Ausbau-Handwerk nach Verbandsschätzung noch etwa 2,25 Mill. Menschen beschäftigt, gut 100 000 weniger als im Jahr zuvor. Die deutsche Bauwirtschaft steckt seit dem Ende des Baubooms nach der deutschen Wiedervereinigung in der Krise. Im Dachverband BVB sind rund ein Dutzend mittelständischer Verbände des deutschen Bau- und Ausbauhandwerks zusammengeschlossen. Auch der Verband der Deutschen Bauindustrie (HDB) hat für das laufende Jahr bereits einen weiteren Umsatzrückgang angekündigt.

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