Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.12.2014

11:48 Uhr

Stärkere Belastung schwacher Eurostaaten

EZB will Deutschland bei Staatsanleihen entgegen kommen

Zuletzt fiel die öffentliche Konfrontation hart aus, EZB-Chef Draghi und Bundesbankchef Weidmann äußerten sich gegensätzlich über die Geldpolitik im Euroraum. Nun versucht die EZB wohl, die Deutschen zu beschwichtigen.

Weil sich Deutschland um die eigenen Finanzen sorgt, ist die Bundesbank gegen ein Staatsanleihenkaufprogramm der EZB. Diese versucht nun, das Instrument attraktiver zu machen. dpa

Weil sich Deutschland um die eigenen Finanzen sorgt, ist die Bundesbank gegen ein Staatsanleihenkaufprogramm der EZB. Diese versucht nun, das Instrument attraktiver zu machen.

FrankfurtIn der EZB wird nach Reuters-Informationen an Möglichkeiten gearbeitet, schwache Euro-Länder im Fall breit angelegter EZB-Staatsanleihen-Käufe stärker an möglichen Verlusten zu beteiligen. Das sagten mehrere mit den Debatten hinter den Kulissen vertraute Personen, die nicht namentlich genannt werden wollten. Grundsätzlich gilt, dass Verluste der EZB nach dem Kapitalschlüssel der Euro-Länder aufgeteilt werden, egal wo sie entstanden sind. Dadurch würde Deutschland überproportional belastet. Es ist aber auch denkbar, die Risiken Land für Land aufzuteilen. "Die Verluste werden von den Nationalstaaten getragen", sagte ein Notenbanker.

Durch einen solchen Schritt, so hofft man bei der Europäischen Zentralbank (EZB), könnte Deutschland zufrieden gestellt werden. Die Bundesbank hat sich bislang klar gegen Wertpapierkäufe in großem Stil und damit eine noch laxere Geldpolitik ausgesprochen, da sie die Risiken und Nebenwirkungen einer solchen Politik nicht mittragen will. EZB-Chef Mario Draghi hatte zuletzt hingegen die Tür für weitere Maßnahmen - im Fachjargon Quantitative Easing (QE) genannt - weit geöffnet. Der EZB-Rat entscheidet das nächste Mal am 22. Januar über seinen Kurs. Die EZB wollte sich nicht zu den Informationen äußern.

Benoit Coeure: EZB-Direktor signalisiert Staatsanleihekäufe

Benoit Coeure

EZB-Direktor signalisiert Staatsanleihekäufe

EZB-Direktor Benoit Coeure hat ein klares Signal für breit angelegte Staatsanleihekäufe gegeben. Experten handeln die Wahrscheinlichkeit eines solchen Schrittes immer höher. Doch das Vorgehen ist umstritten.

Von

rtr

Kommentare (8)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Omarius M.

19.12.2014, 12:23 Uhr

Wie die bisher gekaufte Zeit

Herr Omarius M.

19.12.2014, 12:23 Uhr

Wie die bisher gekaufte Zeit

Herr Omarius M.

19.12.2014, 12:24 Uhr

Wie die bisher gekaufte Zeit,
wird auch die neu gekaufte Zeit,
ungenutzt verstreichen und wir stehen in 24 monaten an genau dem selben Punkt nur die Fallhöhe wird sich verschoben haben und der Frust in den Völkern wird steigen....

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×