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02.01.2007

10:19 Uhr

Statistik 2005

Beschäftigtenzahl steigt wieder über 39 Millionen

Die Zahl der Erwerbstätigen ist im zu Ende gegangenen Jahr erstmals seit 2003 wieder über die Marke von 39 Millionen gestiegen. Der Zuwachs war nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts der kräftigste seit dem Boomjahr 2000.

Minijobs - wie hier in der Gastronomie - sind immer häufiger Haupterwerb deutscher Beschäftigter. Foto: dpa

Minijobs - wie hier in der Gastronomie - sind immer häufiger Haupterwerb deutscher Beschäftigter. Foto: dpa

HB WIESBADEN. Die Statistiker registrierten im vergangenen Jahr einen Zuwachs von 258 000 Beschäftigten und eine Gesamtzahlt von fast 39,1 Millionen. Damit wurde das Beschäftigungsniveau von 2002 wieder erreicht. Im Jahr 2005 war die Erwerbstätigkeit in Deutschland noch um 0,1 Prozent zurückgegangen.

Der Anstieg der Erwerbstätigkeit im Jahresdurchschnitt 2006 wurde laut Bundesamt insbesondere durch eine Zunahme bei den Arbeitnehmern getragen: Ihre Zahl erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozent auf knapp 34,7 Millionen Beschäftigte. Damit kam es erstmals seit dem Jahr 2001 wieder zu einem nennenswerten Anstieg der Arbeitnehmerzahl im Vorjahresvergleich. Ausschlaggebend hierfür war, dass der über fünf Jahre anhaltende Rückgang sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung im Jahr 2006 zu Ende ging und im Vergleich zum Vorjahr sogar wieder mehr Arbeitsplätze geschaffen wurden.

Zur positiven Entwicklung der Erwerbstätigkeit trugen laut Bundesamt sowohl die konjunkturelle Belebung als auch die Fußball-Weltmeisterschaft bei. Ferner wurde die Beschäftigung im Jahr 2006 - wie bereits in den Jahren zuvor - durch den Einsatz zahlreicher arbeitsmarktpolitischer Reformprogramme gefördert, wie die Statistiker weiter erklärten. Während im Jahr 2005 überwiegend die Förderung der Selbstständigkeit von Bedeutung war, zählten demnach im Jahr 2006 im Vergleich zum Vorjahr die Ein-Euro-Jobs zum bedeutendsten Instrument der Maßnahmen.

Daneben nahm laut Bundesamt im Jahresdurchschnitt 2006 auch die Zahl der Personen mit geringfügiger Beschäftigung, den Minijobs, als Haupterwerbstätigkeit zu. Die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozent auf knapp 4,4 Millionen Personen. Dieser Anstieg fiel allerdings im Jahr 2006 - auch wegen der gestrichenen Existenzgründungszuschüsse und des Überbrückungsgeldes - schwächer aus als in den Jahren zuvor. Beide Instrumente wurden zum 1. August 2006 durch den Gründungszuschuss ersetzt.

Nach Wirtschaftsbereichen entwickelte die Erwerbstätigkeit unterschiedlich: Besonders legte die Beschäftigung im Dienstleistungsbereich zu. Hier stieg die Zahl der Erwerbstätigen um 1,3 Prozent, nach 0,7 Prozent im Jahr 2005. Im produzierenden Gewerbe ohne Baugewerbe waren dagegen im Jahr 2006 Beschäftigungsverluste zu verzeichnen. Allerdings fielen diese mit einem Rückgang um 1,1 Prozent im Vorjahresvergleich wesentlich schwächer aus als im Jahr 2005 (minus 1,7 Prozent). Im Baugewerbe kam im Jahr 2006 der seit dem Jahr 1996 anhaltende Personalabbau im Vorjahresvergleich fast zum Stillstand (minus 0,4 Prozent). In der Land- und Forstwirtschaft waren im Jahr 2006 genau so viele Personen erwerbstätig wie im Jahr zuvor.

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