Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.02.2014

10:17 Uhr

Statistikamt Istat

Italiens Wirtschaft wächst wieder leicht

Erstmals seit 2011 schrumpft Italiens Wirtschaft nicht mehr. Für 2014 peilt die Regierung ein Wachstum von 1,1 Prozent an. Zu schaffen macht den Italienern eine Kreditklemme und hohe Arbeitslosigkeit.

Eine Euro-Münze aus Italien: Das hoch verschuldete Land steckt seit längerem in einer tiefen Wirtschaftskrise. dpa/picture alliance

Eine Euro-Münze aus Italien: Das hoch verschuldete Land steckt seit längerem in einer tiefen Wirtschaftskrise.

RomItaliens Wirtschaft ist erstmals seit Mitte 2011 wieder gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte im vierten Quartal um 0,1 Prozent zu, wie das Statistikamt Istat in Rom am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten genau damit gerechnet. Im dritten Quartal 2013 stagnierte die Wirtschaft noch. Insgesamt schrumpfte das BIP voriges Jahr um 1,9 Prozent. Für 2014 peilt die Regierung in Rom ein Wachstum von 1,1 Prozent an.

Das hoch verschuldete Land steckt seit längerem in einer tiefen Wirtschaftskrise. Die Lage ist durch eine Kreditklemme und hohe Arbeitslosigkeit gekennzeichnet. Ministerpräsident Enrico Letta ist gerade von der eigenen Partei wegen mangelnden Reformeifers zum Rücktritt aufgefordert worden, den er im Laufe des Tages einreichen will. Sein parteiinterner Rivale Matteo Renzi steht in den Startlöchern, um das Reformtempo als Regierungschef zu beschleunigen.

So viele Schulden kann sich ein Staat leisten

Der Ökonom

Im Oktober 1990 hat Olivier Blanchard, Professor der Volkswirtschaftslehre am Massachusetts Institute of Technology (MIT), eine alte Frage beantwortet. Wie viele Schulden kann sich ein Staat leisten? Grob unterscheidet er drei Szenarien.

Neutrales Szenario

Das Bruttoinlandsprodukt wächst in einem Jahr um zwei Prozent, ein Land muss auf alle Staatspapiere durchschnittlich zwei Prozent Zinsen zahlen. Das Staatsdefizit ist tragfähig, wenn das Land einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen kann, also Staatsausgaben gleich Steuereinnahmen sind.

Gutes Szenario

Das Bruttoinlandsprodukt wächst um zwei Prozent, der Staat kann sich günstig refinanzieren und zahlt auf Staatsanleihen weniger als zwei Prozent Zinsen. Das Staatsdefizit ist sogar dann tragfähig, wenn dem Staat weniger Steuern zufließen als er Geld ausgibt.

Schlechtes Szenario

Das Bruttoinlandsprodukt wächst wieder um zwei Prozent, allerdings wollen Investoren mehr als zwei Prozent Zinsen pro Jahr, um ihr Geld dem Staat zu leihen. Das Staatsdefizit ist nur dann tragfähig, wenn die höheren Zinszahlungen über erhöhte Steuereinnahmen in gleichem Umfang gedeckt sind.

Von

rtr

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Hegglin

14.02.2014, 11:56 Uhr

Jung, Dynamisch und Erfolglos, die alten Herren werden in schon zurecht stutzten wenn er nicht nach ihrem Gusto Regiert.

mmnews_de

14.02.2014, 13:24 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×