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15.01.2014

09:03 Uhr

Statistische Bundesamt

Deutsche Wirtschaft wächst nur schwach

Die deutsche Wirtschaft ist 2013 so schwach gewachsen wie seit dem Rezessionsjahr 2009 nicht mehr. Auch der Staat musste ein Defizit hinnehmen. Dieses Jahr soll die Wirtschaft wieder kräftig in Schwung kommen.

Postbank-Chefvolkswirt

„Wir haben eine verbesserte Konjunktur"

Postbank-Chefvolkswirt: „Wir haben eine verbesserte Konjunktur"

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BerlinDie deutsche Wirtschaft ist 2013 so schwach gewachsen wie seit dem Rezessionsjahr 2009 nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte um 0,4 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Berlin mitteilte. 2012 hatte es noch zu einem Plus von 0,7 Prozent gereicht, 2011 sogar von 3,3 Prozent. Ein eher enttäuschendes Jahr war es vor allem für die Exporteure. Die maue Konjunktur in der Euro-Zone und die Abkühlung auf wichtigen Absatzmärkten wie China belasteten ihr Geschäft. Für Schwung sorgten dank des Beschäftigungsrekords dagegen die Verbraucher mit ihren Konsumausgaben.

Der Staat musste zudem ein leichtes Defizit im Staatshaushalt hinnehmen. Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung gaben zusammen 1,7 Milliarden Euro mehr aus als sie einnahmen. Dies entspricht einem Defizit von 0,1 Prozent des BIP. 2012 hatte es einen Überschuss von 0,1 Prozent gegeben, 2011 dagegen ein Defizit von 0,8 Prozent.

Die Exporte stiegen nur um 0,6 Prozent, nach plus 3,2 Prozent 2012. Wegen der Unsicherheit behielten viele Firmen Pläne für neue Investitionen in der Schublade. Die Wirtschaft steckte 2,2 Prozent weniger in Maschinen und Anlagen. Impulse kamen hingegen von den Verbrauchern, deren Konsum um 0,9 Prozent zulegte.

Größte Volkswirtschaften 2013 - 2028

Rang 10

2013
Kanada
1,8 Billionen Dollar
2028
Kanada
3,7 Billionen Dollar
Quelle: CEBR. Angaben beziehen sich auf das geschätzte Bruttoinlandsprodukt

Rang 9

2013
Italien
2,1 Billionen Dollar
2028
Mexiko
3,7 Billionen Dollar

Rang 8

2013
Russland
2,1 Billionen Dollar
2028
Russland
4,1 Billionen Dollar

Rang 7

2013
Brasilien
2,2 Billionen Dollar
2028
Großbritannien
4,3 Billionen Dollar

Rang 6

2013
Großbritannien
2,65 Billionen Dollar
2028
Deutschland
4,3 Billionen Dollar

Rang 5

2013
Frankreich
2,7 Billionen Dollar
2028
Brasilien
5,1 Billionen Dollar

Rang 4

2013
Deutschland
3,6 Billionen Dollar
2028
Japan
6,4 Billionen Dollar

Rang 3

2013
Japan
5 Billionen Dollar
2028
Indien
6,6 Billionen Dollar

Rang 2

2013
China
8,9 Billionen Dollar
2028
USA
32,2 Billionen Dollar

Rang 1

2013
USA
16,7 Billionen Dollar
2028
China
33,5 Billionen Dollar

"Offensichtlich wurde die deutsche Wirtschaft durch die anhaltende Rezession in einigen europäischen Ländern und eine gebremste weltwirtschaftliche Entwicklung belastet", sagte der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Roderich Egeler. "Die starke Binnennachfrage konnte dies nur bedingt kompensieren." Dennoch steht Deutschland konjunkturell besser da als die meisten anderen Euro-Staaten. Trotz zuletzt positiver Signale dürfte die Wirtschaft etwa in Italien und Spanien 2013 geschrumpft sein.

Für das laufende Jahr sind die Aussichten deutlich besser. Die Bundesbank sagt einen Aufschwung voraus und rechnet mit einem Wachstum von 1,7 Prozent, das sich 2015 auf 2,0 Prozent beschleunigen soll. Experte Christian Schulz von der Berenberg Bank hält sogar schon 2014 ein Plus von 2,2 Prozent für möglich: "Die Investitionen dürften kräftig anziehen und Hauptreiber des Wachstums sein."


Von

dpa

Kommentare (14)

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Wahrsager

15.01.2014, 09:28 Uhr

auf den Fall ueberweisen wir immer mehr nach Bruessel.
Egal wie die Medien und Politiker es bezeichnen: Fuer mich sind es Reparationszahlungen!

Account gelöscht!

15.01.2014, 09:35 Uhr

Ach, das wird schon noch. Jetzt kommen Heerscharen gut ausgebildeten Bulgaren und Rumänen und bringen unsere Wirtschaft wieder auf Kurs. Sozialtourismus gibts nicht, lernen wir beim Handelsblatt. Das sind alles bitter benötige Fachkräfte, weil wir selbst keine haben und scheinbar auch keine mehr ausbilden...

Account gelöscht!

15.01.2014, 09:44 Uhr

Zitat : Die entspricht einem Defizit von 0,1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Berlin mit.

- und wie reimt sich das jetzt mit all den Lügen im Wahlkampf, insbesondere von Aussagen des " Sparschweinchens im Wägelchen " ?

Bei so vielen Steuereinnahmen, florierender Wirtschaft, quasi Vollbeschäftigung, Ersparnisse durch Niedrigzinsen in zweistelliger Milliardenhöhe.........und dann noch ein Defizit, nebst immenser Neuverschuldung ?

Wie sieht das denn jetzt aus, VERLOGENES POLIT-GESINDEL-PACK ?

Es wird Zeit, dass das Sparschweinchen aus dem Wägelchen fällt !

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