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08.09.2011

09:36 Uhr

Statistisches Bundesamt

Talfahrt der Exporte läutet Konjunkturherbst ein

Die deutschen Ausfuhren sind entgegen den Erwartungen zum zweiten Mal in Folge deutlich gesunken. Die deutsche Wirtschaft leidet zunehmend unter negativen äußeren Einflüssen - und stellt sich auf eine Abkühlung ein.

Das Containerschiff MSC Flaminia in Bremerhaven: Der deutsche Export ist erneut gesunken. dapd

Das Containerschiff MSC Flaminia in Bremerhaven: Der deutsche Export ist erneut gesunken.

WiesbadenDie deutschen Exporte sind im Juli zum zweiten Mal in Folge gesunken. Im Monatsvergleich gingen die Ausfuhren kalender- und saisonbereinigt um 1,8 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg um 0,5 Prozent gerechnet. Im Juni hatten die Exporte bereits um 1,2 Prozent nachgegeben. Die Einfuhren sanken um 0,3 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Ausfuhren im Juli zwar um 4,4 Prozent. Die Einfuhren kletterten mit 9,9 Prozent jedoch mehr als doppelt so stark. Der Außenhandelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 10,4 Milliarden Euro.

Christoph Weil, Analyst bei der Commerbank, wies in einer ersten Reaktion darauf hin, dass "die Risiken für die deutsche Wirtschaft von außen kommen. Das belegen diese Daten." Der Schwung im Außenhandel habe auf jeden Fall nachgelassen. Trotzdem werde es im dritten Quartal "zu einem ordentlichen Wirtschaftswachstum" von etwa einem halben Prozent reichen.“

Jürgens Michels von der Citigroup sprach von enttäuschenden Zahlen. Der erneute Rückgang deute darauf hin, dass vom Außenhandel auch im dritten Quartal "kaum Impulse für das Wachstum kommen dürften. Die Aussichten für die Exporteure seien angesichts der schwächeren Weltkonjunktur getrübt. "Einen dramatischen Einbruch werden wir zwar nicht sehen, aber die Exporte werden schwächer ausfallen als in der ersten Jahreshälfte," urteilt Michels.

Kommentare (6)

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Neutral

08.09.2011, 09:34 Uhr

Deutsche Exporte stiegen verglichen mit dem Vorjahr um 4,4%...wo ist das Problem??????

Facharbeitermangel,lange Lieferzeiten, manche Firmen koennen nicht alle Auftraege annehmen, da passt doch eine Normalisierung ....oder????

Account gelöscht!

08.09.2011, 10:19 Uhr

Sehe ich genau so, aber man hat ja in den letzten Monaten gemerkt, dass gute Nachrichten ignoriert werden und man sich eher am schlechten orientiert, bzw. gute Nachrichten wie hier in negativer Weise dargestellt werden.
Bei uns in der Baubranche sieht es weiterhin gut aus, wir sind froh, dass es sich gerade wieder auf Normalniveau runterbewegt, denn das 1. Halbjahr war Umsatzgleich mit dem gesamten Jahr 2010. Wir hätten gar nicht die Kapazitäten gehabt weiterhin so zu fahren, da eine Aufstockung unseres Personals 2 Jahre der Anlernung braucht.
Von daher sehe ich es positiv.

Account gelöscht!

08.09.2011, 10:23 Uhr

„Deutsche Exporte stiegen verglichen mit dem Vorjahr um 4,4%...wo ist das Problem??????“
Das Problem erkennt man erst, wenn man die Gesamtzusammenhänge kennt.
In den letzten 3 Jahren haben die Staaten weltweit ca. 32,5 Billionen $ aufgewendet, natürlich alles auf Pump, um die Bankster zu retten und um einen selbsttragenden Aufschwung auszulösen. Beides ist gründlich schief gegangen. Sämtliche Konjunkturstrohfeuer sind wirkungslos verpufft, ohne den gewünschten Erfolg. Jetzt sind die Staaten pleite.
In diesem Jahr laufen die letzten Konjunkturstrohfeuerpakete aus, von denen vor allem die deutsche Exportwirtschaft partizipierte. Jetzt is Feierabend. Jetzt sind fast alle westl. Industriestaaten pleite, kämpfen mit wegbrechenden Steuereinnahmen und explodierenden Ausgaben für Soziales und Kapitaldienst.
Dass unser Export nicht noch weiter geschrumpft ist liegt daran, dass wir unsere Exportrechnungen an die PIIG(F)S selbst bezahlen. Erst hatten wir denen Kredite zum Kauf unserer Waren gegeben, jetzt müssen wir diese Kredite auch noch selbst zurückzahlen. Wer hat da in der Schule nicht aufgepasst.
Der Wohlstand Deutschlands wurde seit Einführung des Euros innerhalb Europas verschenkt. Jetzt liegen wir auf der Einkommensskala gleich hinter Rumänien, toll.
Die Iren, ein liebenswertes Volk von Schafzüchtern sind innerhalb der letzten 10 Jahre mit ihrem Lohnniveau an uns Deutschen vorbeigezogen. Und dies ohne Realwirtschaft.

Unsere Politiker haben ihr Volk verkauft und ausgeplündert, nur damit sie in die Geschichtsbücher eingehen können. Vielleicht sehnen sich deshalb immer mehr Deutsche die französischen Verhältnisse von 1789 zurück. Kommt Zeit – kommt Rat.

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