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28.02.2012

15:36 Uhr

Steigende Energiekosten

Sprit und Heizöl treiben Inflationsrate nach oben

Entgegen der Prognose der Europäischen Zentralbank hat sich die Inflation in diesem Monat noch einmal erhöht. Waren und Dienstleistungen kosten 2,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Grund. die teueren Energiekosten.

Im Vergleich zum Februar des vergangenen Jahres zogen die Preise für Benzin um bis zu 9,4 Prozent an. dpa

Im Vergleich zum Februar des vergangenen Jahres zogen die Preise für Benzin um bis zu 9,4 Prozent an.

WiesbadenDer Preisauftrieb bei Sprit und Heizöl hat die Inflationsrate in Deutschland im Februar wieder in die Höhe getrieben. Zum Vormonat Januar zogen die Preise um 0,7 Prozent an, wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Berechnungen am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Der überraschend deutliche Anstieg dürfte auch auf den Wintereinbruch zurückzuführen sein, durch den sich einige Nahrungsmittel wie Gemüse deutlich verteuerten. Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die Preise im Februar um 2,3 Prozent. Im Januar hatte die Jahresteuerung bei 2,1 Prozent gelegen.

Für das Gesamtjahr 2011 hatten die Statistiker eine Inflationsrate von 2,3 Prozent errechnet. Ökonomen erwarten, dass die Inflationsrate in dem kommenden Monaten sinken wird - allerdings nicht so schnell wie bisher vermutet. „Da der Ölpreis angesichts der Krise um das iranische Atomprogramm in den kommenden Monaten wohl kaum deutlich fallen wird, dürfte sich die Inflationsrate in Deutschland und wohl auch im Euroraum noch einige Zeit über zwei Prozent halten“, schrieb Commerzbank-Ökonom Ralph Solveen.

Ohne die stark schwankenden Größen Energie und Nahrungsmittel werde der Preisdruck aber weiterhin recht schwach bleiben. Allein die Energiepreise steuern nach Berechnungen der Unicredit mit einem Jahresplus von zehn Prozent aktuell fast ein Prozentpunkt zur Gesamtinflation bei. Die Europäische Zentralbank sieht bei Teuerungsraten bis knapp unter 2,0 Prozent die Preisstabilität gewahrt. Durch den neuesten Auftrieb an der Preisfront sind baldige weitere Zinssenkungen im Euroraum aber unwahrscheinlicher geworden, betonte Volkswirt Christian Schulz von der Berenberg Bank. Das Statistische Bundesamt wird Details zur Preisentwicklung einzelner Warengruppen erst mit den endgültigen Ergebnissen am 9. März verkünden.

Kommentare (14)

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SteuerKlasseEins

28.02.2012, 15:35 Uhr

Zum Glück besteht hierzulande der Benzinpreis fast nur aus Steuern. Wir müssen also nur noch Herrn Schäuble überzeugen, die Benzinsteuer zu senken, und wir haben wieder "freie Fahrt". Das sollte bei einem "sozial" eingestellten Politiker sicher kein Problem sein.

Account gelöscht!

28.02.2012, 16:13 Uhr

Steuern von fast 80%. Das sollte doch bestens zeigen wie kriminell dieses Land gegenüber seinen Bürgern ist. Von anderen Wuchersteuern müssen wir nicht mal sprechen. Die Verbrecherbande macht munter weiter, sitzt im Reichstag und macht den Larry...super Germany.

Ach ja und zum Thema Inflation muss man ebenso nichts mehr sagen. Das sind die selben schöngerechneten Zahlen wie die der Arbeitslosenstatistiken. Verlogene Propaganda!

Smokie2012

28.02.2012, 16:16 Uhr

Ähm. die Steuereinnahmen sind aber schon verplant für die Transferunion. Nachdem Griechenland jetzt versorgt wurde, fehlten noch Portugal und Spanien...

Steuersenkung, NEIN DANKE!

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