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12.03.2004

13:40 Uhr

Steigende Gesamteinkommen

Deutsche Konsumausgaben wachsen

Auch vergangenes Jahr sind die Konsumausgaben in Deutschland wieder etwas gestiegen. Das teilte am Freitag das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit Blick auf den Weltverbrauchertag am 15. März mit. Pro Kopf wurden 2003 rund 100 Euro mehr, nämlich 15 100 Euro für Waren und Dienstleistungen ausgegeben.

HB WIESBADEN. Konjunkturflaute und Sorgen um den Arbeitsplatz scheinen die Deutschen nicht vom Einkaufen abzuhalten. Die Ausgaben stiegen zwar nicht mehr so stark an, wie in den letzten Jahren, aber denoch wurden rund 1,247 Billionen Euro in Waren (zum Beispiel Kleidung, Lebensmittel, Autos, Computer), Reisen, Banken sowie Telefon- und Arztkosten investiert. Das ist eine Steigerung von 0,85 Prozent. Insgesamt ist seit 1991 eine Konsumsteigerung von 46 Prozent festzustellen. Bis zum Jahr 2000 stiegen die Ausgaben stärker an, als das verfügbare Einkommen.

Seit 2000 ist hingegen eine steigende Tendenz zum Sparen der wachsenden Gehälter festzustellen. Die Gesamteinkommen legten im Jahr 2003 weiter von 1,365 auf insgesamt 1,378 Billionen Euro zu. „Der Konsum läuft dem Einkommen hinterher“, sagte ein Statistiker. „Die Deutschen sparen wieder mehr.“ Die Sparquote ist von 10,6 auf 10,8 Prozent gestiegen. Damit ist sie jedoch noch weit von ihrem Höchststand mit 13,0 Prozent im Jahr 1991 entfernt.

Die Ausgaben der Deutschen für Finanzdienstleistungen (Bankgebühren) sind deutlich gewachsen. Sie betragen das 2,4fache gegenüber 1991. Die Preise sind in diesem Bereich um 80 Prozent gestiegen. Auffällig ist, dass für Post und Telekommunikation das 2,3fache ausgegeben wurde, obwohl die Preise um 21 Prozent fielen. Die Statistiker führen dies auf den Internetboom zurück.

Kameras, Computer und Fernseher waren 2003 um 40 Prozent günstiger, deswegen wurden in diesem Bereich 23 Prozent weniger ausgegeben als 1991. Insgesamt gesehen stiegen die Verbraucherpreise jedoch von 1991 bis 2003 um insgesamt 28 Prozent. Dabei legten die Kosten im Bildungswesen um 74 Prozent zu, Kraftstoffe wurden um 62 Prozent teurer. Der "preisbereingte" Anstieg der Konsumausgaben ist denoch mit satten 16 Prozent zu beziffern.

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