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05.03.2014

16:42 Uhr

Steigende Indizes

Wachstum in der Euro-Zone beschleunigt sich

Die längste Rezession in der Geschichte der Währungsunion ist überwunden, nun zieht das Wachstum kräftig an: Ein Einkaufsmanagerindex sieht die wirtschaftliche Erholung so stark wie seit fast drei Jahren nicht mehr.

Grund für den Anstieg der Konjunktur war vor allem der starke Dienstleistungssektor und das Wachstum im Wirtschaftsmotor Deutschland: Container im Hamburger Hafen. dpa

Grund für den Anstieg der Konjunktur war vor allem der starke Dienstleistungssektor und das Wachstum im Wirtschaftsmotor Deutschland: Container im Hamburger Hafen.

LondonDie Wirtschaft in der Euro-Zone zeigt seit Jahresanfang deutliche Lebenszeichen. Nach einer Umfrage des Finanzinformationsdienstleisters Markit beschleunigte sich das Wirtschaftswachstum in den Ländern der Währungsunion im Februar so stark wie zuletzt vor 32 Monaten. Die EU-Statistikbehörde Eurostat teilte zudem mit, dass die Einzelhandelsumsätze im Januar um 1,6 Prozent gestiegen seien, nach einem Rückgang von 1,3 Prozent im Monat zuvor.

Seit dem Ende der längsten Rezession in der Geschichte der Währungsunion im vergangenen Sommer war die wirtschaftliche Erholung nur schleppend vorangegangen. Im letzten Quartal 2013 betrug das Wachstum 0,3 Prozent. Die Zahlen vom Mittwoch wiesen jedoch darauf hin, dass es nun Fahrt aufnimmt.

Konjunkturaussichten für die Euro-Länder

Spanien

Spanien könnte 2014 wieder um ein Prozent wachsen. Die Arbeitslosigkeit soll jedoch mit 25,7 Prozent hoch bleiben. Das Haushaltsdefizit wird auf 5,8 Prozent der Wirtschaftsleistung geschätzt.

Frankreich

Frankreichs Wachstum dürfte 2014 mit 1,0 Prozent unter dem Durchschnitt der Euro-Zone bleiben. Die Arbeitslosigkeit soll auf elf Prozent steigen.

Griechenland

Die griechische Wirtschaft soll 2014 erstmals seit sechs Jahren wieder um 0,6 Prozent wachsen. Trotz der erwarteten Besserung dürfte die Arbeitslosigkeit mit 26 Prozent vergleichsweise hoch bleiben. Bei der Verschuldung werden 177 Prozent der Wirtschaftsleistung erwartet.

Italien

Italiens Wirtschaft soll 2014 um 0,6 Prozent wachsen. Die Arbeitslosigkeit dürfte hingegen auf einen Rekord von 12,6 Prozent klettern. Der Schuldenstand bleibt hartnäckig hoch: 2015 soll er mit 132,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts leicht unter dem diesjährigen Niveau liegen.

Zypern

Um 4,8 Prozent soll das Bruttoinlandsprodukt einbrechen. Die Arbeitslosigkeit dürfte auf den Rekordwert von 19,2 Prozent steigen.

Portugal

Für Portugal erwartet die EU-Kommission 2014 ein Wachstum von 0,8 Prozent. 2015 soll die Arbeitslosenquote mit 16,5 Prozent einen Tick unter den diesjährigen Wert fallen. Der Schuldenstand dürfte nach dem Rekordwert von 129,4 Prozent im vorigen Jahr bis 2015 wieder auf 125,8 Prozent zurückgehen.

Irland

Irlands Wirtschaft dürfte 2014 mit 1,8 Prozent deutlich stärker wachsen als der gesamte Währungsraum. Bis 2015 soll die Arbeitslosenquote auf 11,2 Prozent fallen, nachdem sie 2013 noch bei 13,1 Prozent lag. Das Defizit soll 2015 auf 4,3 Prozent sinken.

Quelle

EU-Kommission

Der vom privaten Forschungsinstitut Markit erhobene Einkaufsmanagerindex stieg im Februar auf 53,3 Punkte, von 52,9 im Vormonat. Jeder Wert über 50 zeigt ein Wachstum an. Grund für den Anstieg war vor allem der starke Dienstleistungssektor und das Wachstum im Wirtschaftsmotor Deutschland.

Von

ap

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