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28.02.2012

12:05 Uhr

Stellenindex

Nachfrage nach Arbeitskräften geringer

Die Arbeitskräftenachfrage in Deutschland ist im Februar gesunken. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA) gab in diesem Monat um vier Punkte auf 175 Punkte nach, wie die Behörde am Dienstag mitteilte.

Ursache für den Rückgang ist die nachlassende Dynamik bei den Neuzugängen. dpa

Ursache für den Rückgang ist die nachlassende Dynamik bei den Neuzugängen.

BerlinDer seit zweieinhalb Jahren anhaltende Trend einer steigenden Arbeitskräftenachfrage in Deutschland hat im Februar einen Dämpfer bekommen. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA) gab in diesem Monat um vier Punkte auf 175 Punkte nach, wie die Behörde am Dienstag mitteilte. Einen so starken Rückgang hatte es zuletzt im Juli vorigen Jahres gegeben. Danach stieg die Nachfrage nach Arbeitskräften aber wieder an. Im Vergleich zum Vorjahr lag der von saisonalen Einflüssen bereinigte Index noch elf Punkte im Plus. In das Stellenbarometer fließen die bei der BA gemeldeten ungeförderten freien Stellen, die Jobangebote für Freiberufler und Selbstständige sowie die gemeldeten Stellen aus der privaten Arbeitsvermittlung ein.

Als Ursache für den Rückgang im Februar nannte die BA vor allem eine nachlassende Dynamik bei den Neuzugängen gemeldeter Stellen. Diese seien seit einigen Monaten tendenziell rückläufig, lägen aber immer noch auf einem hohen Niveau. Die Arbeitskräftenachfrage sei weiter hoch und werde getragen von der im vergangenen Jahr „erstaunlich robusten wirtschaftlichen Situation“. Zum hohen Nachfrageniveau trage auch bei, dass das Beschäftigungsplus der letzten Jahre mit mehr offenen Stellen einhergehe. Zudem bräuchten die Unternehmen inzwischen länger, um offene Stellen zu besetzen. Darüber hinaus werde die BA öfter als früher bei der Suche nach neuen Beschäftigten eingeschaltet.

Großer Arbeitskräftebedarf herrscht laut BA weiterhin in der Zeitarbeit. Gut jede dritte Arbeitsstelle werde aus dieser Branche gemeldet. Auch im Groß- und Einzelhandel, in der Bauinstallation, in der Gastronomie oder im Gesundheits- und Sozialwesen bestehe Bedarf an zahlreichen neuen Mitarbeitern.

Ob sich die gesunkene Arbeitskräftenachfrage bereits in den Arbeitslosenzahlen niederschlägt, könnte sich am Mittwoch zeigen. Die BA legt dann die Arbeitsmarktbilanz für Februar vor. In diesem Monat, in dem häufig noch Winterwetter herrscht, tut sich erfahrungsgemäß wenig bei den Arbeitslosen. Im vorigen Jahr war deren unbereinigte Zahl im Februar um gut 30.000 gesunken, während der Drei-Jahres-Durchschnitt für Februar ein leichtes Plus ausweist. Von Reuters befragte Banken-Volkswirte gehen saisonbereinigt von einem Rückgang um 5000 Arbeitslose aus.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

28.02.2012, 12:17 Uhr

Erbärmlich: "Großer Arbeitskräftebedarf herrscht laut BA weiterhin in der Zeitarbeit" Die Sklavenhändler wittern ihr Geschäft.

Account gelöscht!

28.02.2012, 12:43 Uhr

Komisch, diese Meldung paßt aber so gar nicht zu dem Geschrei nach Zuwanderung, da wir angeblich so viele Fachkräfte suchen

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