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21.07.2014

10:14 Uhr

Steuereinnahmen

Die deutschen Staatskassen füllen sich

Der Fiskus erfreut sich weiterhin an sprudelnden Steuereinnahmen – der Kfz-Steuer sei Dank. Im Juni stiegen die Einnahmen um über sechs Prozent. Besonders stark profitiert davon diesmal der Bund.

Immer mehr Geldscheine finden den Weg in die Staatskassen. Mehreinnahmen aus der Kfz-Steuer sorgen für ein Einnahmeplus. dpa

Immer mehr Geldscheine finden den Weg in die Staatskassen. Mehreinnahmen aus der Kfz-Steuer sorgen für ein Einnahmeplus.

BerlinDie Staatskassen profitieren weiterhin von sprudelnden Steuereinnahmen. Im Juni verbuchte der Fiskus ein Plus von 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (ohne reine Gemeindesteuern) auf 63,5 Milliarden Euro. Das geht aus dem aktuellen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums vom Montag hervor.
Insgesamt profitierte der Bund vom Einnahmeplus des Staates diesmal stärker als Länder und Kommunen. Zu seinen Mehreinnahmen trug vor allem die Kfz-Steuer bei - mit plus 70,3 Prozent. Der Zuwachs erklärt sich daraus, dass der Bund die Kfz-Steuer von den Ländern im Juni komplett übernommen hatte. Seither liegt die Zuständigkeit bei der Zollverwaltung.
Auch die beiden wichtigsten Bundessteuern - die Energiesteuer (plus 6,6 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro) und die Tabaksteuer (plus 25 Prozent auf 1,24 Milliarden Euro) - verzeichneten im Juni hohe Zuwachsraten. Die Steuereinnahmen des Bundes lagen im vergangenen Monat insgesamt um 7,9 Prozent höher als vor Jahresfrist; bei den Ländern gab es einen Zuwachs um 5,3 Prozent.

Im ersten Halbjahr 2014 nahm das Gesamtsteueraufkommen (wieder ohne reine Gemeindesteuern) zusammengerechnet um 2,5 Prozent auf 284,5 Milliarden Euro zu. Allerdings schneidet der Bund dabei deutlich schlechter ab als in der Monats-Betrachtung für Juni: In den ersten sechs Monaten lag sein Steueraufkommen um 3,4 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Dagegen verbuchten die Länder ein Steuerplus von 15 Prozent.
Die Einnahmen aus der Lohnsteuer legten im Juni mit 4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat erneut deutlich zu. Von Januar bis Ende Juni erhöhten sie sich sogar um 6,0 Prozent auf knapp 80 Milliarden Euro. Ein Minus gab es bei der Abgeltungssteuer: Im ersten Halbjahr schrumpften die Einnahmen daraus um 7,8 Prozent auf knapp 4,9 Milliarden Euro.

Von

dpa

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

21.07.2014, 11:30 Uhr

Und der Bürger muss immer mehr und härter für seinen Wohlstand in einen staatstragenden System Arbeiten.
Der Bürger arbeit für den Staat und nicht mehr für sich selbst. Das nennt man auch moderne Sklaverei.

Herr Manfred Zimmer

21.07.2014, 11:42 Uhr

Schön, aber ein Unternehmen könnte sich keinen Vorstand leisten, der Ausgaben/Auszahlungen nicht von Aufwendungen unterscheiden kann.

Nach dem Handelsrecht sind für unterlassene Reparaturen Rückstellungen zu bilden.

Nichts derartiges hat oder macht Herr Schäuble. Unterlassene Reparaturarbeiten fürhen erfahrungsgemäß später zu noch höheren Aufwendungen und Kosten.

Wie kann man einen solchen Mann mit solchem Erfahrungsschatz zum Bundesfinanzminsiter machen und auch noch da belassen.

Die ganze Bundesregierung scheint "alternativlos" zu sein.

Ein geringes Maß an betriebswirtschaftlichen Kenntnissen würde ihr gut tun. Aber schon die Regierung Schröder machte sich in Ermangelung eigener Bildung über Professoren lustig. Es liegt also nicht an einer Partei sondern am Typus "Politiker".

Herr Dipl. Ing.

21.07.2014, 12:26 Uhr

@ Marc Hoffmann
Völlig richtig! Verdiene ich heute 100 Euro mehr, bekommt der Staat davon 50 Euro (Sozialversicherungen mal ausgenommen!). Tanke ich von den restlichen 50 Euro dann noch, bekommt der Staat nochmals 30 Euro davon!
Letztendlich habe ich mit den verdienten 100 Euro Waren im Wert von 20 Euro bekommen, der Staat 80 Euro!
Absolut krank!

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