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08.02.2004

14:02 Uhr

Stoiber nur für drei Prozent der Wunschkandidat

Manager für Schäuble als Bundespräsidenten

VonMaximilian Steinbeis (Handelsblatt)

In den Führungsetagen der deutschen Wirtschaft wünscht man sich als deutsches Staatsoberhaupt klar Wolfgang Schäuble. Im Handelsblatt-Business-Monitor, einer repräsentativen Umfrage unter Topmanagern, nannten 39 % der Befragten den früheren CDU-Vorsitzenden als ihren Wunschkandidaten. Ex-Umweltminister Klaus Töpfer liegt mit 10 % an zweiter Stelle.

DÜSSELDORF. Die Zahl der genannten Namen ist aber groß, die Menge der Unentschlossenen ebenfalls: Jeder Vierte will sich nicht auf einen bestimmten Kandidaten festlegen. Für die Umfrage hat das Meinungsforschungsinstitut Psephos im Auftrag des Handelsblatts und der Unternehmensberatung Droege & Comp. rund 850 Top-Manager befragt.

Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber, der das Amt bei Union und FDP sofort bekommen könnte, wenn er nur wollte, ist nur für 3 % der Wunschkandidat. Die CDU-Politikerin Rita Süssmuth kommt auf 4 %, Ex-Verfassungsgerichtspräsidentin Jutta Limbach auf 3 %. FDP-Fraktionschef Wolfgang Gerhardt, den die Liberalen gern im Amt des Bundespräsidenten sähen, ist gerade mal für 1 % Favorit. Siemens-Chef Heinrich von Pierer, der von CSU-Seite als Mann der Wirtschaft für das höchste deutsche Staatsamt ins Gespräch gebracht wurde, findet bei seinen Führungskollegen genauso wenig Zuspruch.

Mit der Amtsführung von Bundespräsident Johannes Rau ist die Mehrheit der Top-Manager unzufrieden: 60 % sind der Auffassung, er habe seine Arbeit schlechter gemacht als Roman Herzog. Nur 36 % sind mit Rau ebenso zufrieden wie mit Herzog. Für gerade einmal 3 % hat er das Amt besser ausgefüllt als sein Amtsvorgänger.

In der Leistungsbewertung macht die Bundesregierung bei der Führungselite der Wirtschaft leicht Boden gut – und das in Zeiten, wo sich die SPD wegen ihrer fatalen Umfrageergebnisse den Parteichef austauscht. Auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 5 (sehr schlecht) kommt sie auf eine Durchschnittsnote von 3,8 – das ist zwar schlecht, aber immerhin ein Zehntel Punkt besser als noch im Oktober.

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