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09.07.2014

06:40 Uhr

Studie

Deutschland stehen „Goldene Zwanziger Jahre“ bevor

ExklusivDas Forschungsinstitut Prognos erwartet in den 2020er-Jahren ein goldenes Jahrzehnt für die deutsche Wirtschaft. Zu diesem Schluss kommt eine exklusive Studie für das Handelsblatt. Doch bis zum Absturz ist es nicht weit.

Mitten im Geldsegen: Für die kommenden Jahre geht es Deutschland gut. Getty Images

Mitten im Geldsegen: Für die kommenden Jahre geht es Deutschland gut.

Deutschland hat gute Chancen auf „Goldene Zwanziger Jahre“. Das zeigt der Prognos Deutschland Report, der dem Handelsblatt vorliegt – eine Prognose über Wirtschaft und Gesellschaft bis ins Jahr 2040.
Das Basler Institut erwartet, dass die deutsche Wirtschaft in den 2020er-Jahren im Schnitt um 1,5 Prozent pro Jahr wächst – und damit 0,3 Punkte mehr als in der laufenden Dekade.

„Dafür sind allerdings große Anstrengungen nötig“, sagt Christian Böllhoff, Geschäftsführer der Prognos AG. In ihrer Prognose geht das Forschungsinstitut unter anderem davon aus, dass in Deutschland künftig mehr Menschen besser qualifiziert sind, anteilig mehr Frauen und Ältere arbeiten, die durchschnittliche Arbeitszeit höher ist und weiterhin viele Einwanderer nach Deutschland kommen.

Günstig wirkt laut der Studie Deutschlands starke Industrie, die für Produktivitätszuwächse und höhere Einkommen sorgt. Unterstützung erfährt die international stark verflochtene deutsche Wirtschaft dadurch, dass sich das europäische Umfeld erholt.

In den 2030er Jahren allerdings sieht Prognos dann die Wende. Denn werde Deutschland, „für jede und jeden spürbar, unter den Folgen des demographischen Wandels leiden“, so Michael Böhmer, Chefvolkswirt der Prognos AG. Das Land verliere das Land weltwirtschaftlich an Gewicht und „nicht mehr die Wachstumslokomotive Europas sein können“.

Kommentare (12)

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Herr Ro Stu

09.07.2014, 07:50 Uhr

"... anteilig mehr Frauen und Ältere arbeiten, die durchschnittliche Arbeitszeit höher ist und weiterhin viele Einwanderer nach Deutschland kommen."

In einer Zeit, in welcher die menschliche Arbeitskraft wegrationalisiert wird? Was sollen die denn alle arbeiten? Weder Beamte oder sonstige Behördeninsassen, noch das Beauftragten- und Stiftungsunwesen nähren dieses Land. Und die vielen Einwanderer, die sich im am dichtest besiedelten Fleck des Planetn niederlassen, kosten uns mehr als sie bringen. Leider kommen ja in der Mehrzahl keine Hirnchirurgen oder Maschinenbauingenieure in Lapedusa an oder vom Balkan etc.

Herr Markus Bullowski

09.07.2014, 08:36 Uhr

Nehmen wir mal an, Deutschland würde tatsächlich viele gebildete, qualifizierte Einwanderer abbekommen, und nicht nur Wirtschaftsflüchtlinge aus der 3. Welt. Woher sollten die denn alle kommen? Abgeworben von anderen kinderarmen Industrieländern? Das wäre in der Tat ein wirtschaftliches "Erfolgsrezept": Die anderen sollen die Kinder kriegen und ausbilden, und Deutschland wirbt sie ihnen dann ab. Aber fair und nachhaltig?

Herr D. Dino54

09.07.2014, 09:00 Uhr

"....gute Chancen auf „Goldene Zwanziger Jahre“."

Hatten wir schon mal, dann kam die Katastrophe !

Für mich eine schön-blöd Darstellung und Studien, Prognosen sind/sollten spätestens seit der Ära ADAC ein gesundes Misstrauen auslösen !

Zweifel an der Qualität der Politik seit ROT/GRÜN !

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