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23.04.2012

16:00 Uhr

Talfahrt beschleunigt

Wirtschaft der Eurozone steuert weiter bergab

Industrie und Dienstleister in der Euro-Zone schwächeln einer Markit-Umfrage zufolge weiter. Beide Barometer entfernten sich unerwartet noch weiter von der 50-Punkte-Marke, ab der Wachstum signalisiert wird.

Auf das Gesamtjahr 2012 blicken die Unternehmen zuversichtlich. dpa

Auf das Gesamtjahr 2012 blicken die Unternehmen zuversichtlich.

Berlin, LondonDie Wirtschaft in der Euro-Zone beschleunigt überraschend ihre Talfahrt. Sowohl die Industrie als auch die Dienstleister verbuchten im April schwächere Geschäfte als im März, wie am Montag aus den monatlichen Markit-Umfragen hervorgeht. Das Industrie-Barometer sackte unerwartet auf 46,0 Zähler und der Service-Index auf 47,9 Zähler.

Damit entfernten sich beide Barometer noch weiter von der 50-Punkte-Marke, ab der Wachstum signalisiert wird. „Die wieder aufkeimende Unsicherheit ist Gift für die Wirtschaft im Euro-Raum, die sich seit dem Herbst 2011 erneut in einer Rezession befindet“, betonte Commerzbank-Analyst Christoph Weil. Im zweiten Halbjahr werde es höchstens „blutleer“ aufwärtsgehen.

Auch in Deutschland kam die Privatwirtschaft in diesem Monat kaum voran - zumindest nach Daten des britischen Markit-Instituts. Demnach fiel der Einkaufsmanagerindex um 0,7 auf 50,9 Punkte. Garant dafür waren die Dienstleister, die zulegten, während das Industriebarometer auf den niedrigsten Wert seit fast drei Jahren fiel.

„Die deutsche Wirtschaft bleibt auch im April an der Schwelle zur Rezession“, sagte Markit-Experte Tim Moore zur Umfrage unter 1000 Firmen, die allerdings im Kontrast zu anderen Erhebungen steht. Der Ifo-Geschäftsklimaindex etwa hatte jüngst zum sechsten Mal in Folge zugelegt.

Kommentare (4)

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Dr.NorbertLeineweber

23.04.2012, 17:50 Uhr

Der Euro steht vor dem Kollaps STOP - Kapitalflucht vor Hollande STOP
Bund-Future in schwindelerregendem Hoch, verbunden mit Aktiencrash und miesen Stimmungsindikatoren. Der Supergau. Ein Präsident Hollande wird dem Euro den Rest geben, habe ich geschrieben. Auch, dass der vermeintliche Fiskalpakt nicht durchgesetzt werden kann und eine Blendgranate ist. Man muss sich einmal vorstellen, dass in diesem Umfeld das deutsche Parlament den ESM abgenickt hat. Damit ist die Verantwortungslosigkeit unserers Bundestages auf den Punkt gebracht. Die Niederlande scheren beim Fiskalpakt aus. Das erste Land hat damit schwarz auf weiß die Haushaltsdisziplin aufgegeben. Leere Versprechungen von Schäuble, die an der Realität bereits gescheitert sind. Die Kapitalflucht, angefacht von Hollande wird letztlich zum Zusammenbruch Europas führen. Investitionen in den Peripherieländern sind viel zu unsicher, damit fällt der Investitionsmotor flächendeckend aus. Eine Kapitalflucht in Verbindung mit einem Investitionsstreik hat bislang noch immer eine Währungsreform ergeben. Deutschland sollte den Zahlungsverkehr stoppen uind in der nächsten Woche die Währung mit einigen weiteren Kernländern umstellen (Österreich, Dänemark etc.). Je länger man wartet, desto größer die Target 2-Salden. Das Bankenwesen ist komplett instabil, der ganze Zahlungsverkehr wird nur noch über die EZB abgewickelt. Es hat sich eine Staatsbank etabliert, die wie in einem kommunistischen System arbeitet. Ein Unterschied zu China ist nicht mehr erkennbar. Es handelt sich um eine Staatsbank, die Target-Salden wie in der Zentralwirtschaft verwaltet. Am Ende wissen wir nun, wo der Kapitalismus am Ende landet, wenn sich das Politikversagen auf einem Kontinent jahrzehntelang kulminiert. Meine posts dazu sind kaum zu übersehen.

kishi

23.04.2012, 17:57 Uhr

Hier spricht Dr. Leineweber STOP Bin mit einer Zeitmaschine ins 19. Jahrhundert gereist STOP kann mich nur per Telegramm verständlich machen STOP!

zappenduster

23.04.2012, 18:04 Uhr

Tja hat sich Mutti noch nicht bei Ihnen gemeldet, das tut weh bei so vielen Buchstaben und Wörtern!!

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