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03.10.2011

02:48 Uhr

Tankan-Bericht

Japans Optimisten übernehmen wieder das Ruder

Auf dem Niveau der Zeit vor dem Erdbeben ist die Stimmung in der japanischen Wirtschaft noch nicht wieder angelangt. Aber sie hat sich verbessert. Mit Blick auf 2012 ergeben sich jedoch neue Sorgen.

Ein Toyota wird für den Export nach Nordamerika zusammengebaut. dapd

Ein Toyota wird für den Export nach Nordamerika zusammengebaut.

Tokio/New YorkDie Stimmung unter den größten japanischen Unternehmen hat sich nach Befunden des vierteljährlichen Tankan-Bericht verbessert, aber sie schwingt noch nicht wieder auf das Niveau der Zeit vor dem Erdbeben zurück. Das deutet auf die Befürchtung bei den Industriemanagern hin, dass die schwächer werdende weltweite Nachfrage die Erholung der japanischen Wirtschaft dämpfen könnte.

Der Tankan-Index stieg im September auf zwei, im Vergleich zu minus neun im Juni, gab die Bank of Japan in Tokio bekannt. Für das nächste Quartal wird ein weiterer
Stimmungsanstieg auf plus vier erwartet. Eine positive Zahl bedeutet, dass es mehr Optimisten als Pessimisten unter den Herstellern gibt. Das Geschäftsklima entwickelte sich damit wie von Volkswirten im Schnitt vorhergesagt. Auch Analysten hatten diesen Wert exakt so erwartet, an der Börse in Tokio verpuffte der Anstieg des Index wirkungslos.

Nachdem in Folge des Erdbebens und Tsunamis im März 2011 die Lieferketten unterbrochen wurden, haben inzwischen viele japanische Unternehmen ihre Produktion wieder aufgenommen. Toyota etwa kurbelte seine Produktion im August wieder so sehr an, dass der Autokonzern zusätzliche Zeitarbeiter engagierte. Doch es besteht das Risiko, dass der Währungskurs in der Nähe eines Nachkriegs-Hochs im Vergleich zum US-Dollar sowie das verlangsamte Wachstum in den USA und in Europa dazu führen, dass die Nachfrage nach japanischen Produkten auf Monate nachlässt.

Einige Hersteller wie Panasonic verlegen Teile ihrer Produktion nach Übersee. Dieses Verhalten könnte den Einfluss des Yen auf ihre Wirtschaftsleistung abschwächen. Die Gefahr komme Anfang des nächsten Jahres, wenn der Yen und die abnehmende Nachfrage aus dem Ausland sich auf die Exporte auswirke, sagte Noriaki Matsuoka, Experte beim Daiwa Asset Management in Tokio der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Von

png

Kommentare (1)

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hugo

03.10.2011, 04:08 Uhr

Es gab nicht nur ein Erdbeben und ein Tsunami. Andere Ereignisse sind aber keiner Erwähnung wert.

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