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14.09.2012

11:45 Uhr

Teuerungsrate

Inflation in der Euro-Zone steigt

Die Inflation in der Euro-Zone ist gestiegen - wenn auch nur leicht. Die Wahrnehmung der Verbraucher ist jedoch ganz anders: Gefühlt liegt die Teuerung weitaus höher. Schuld daran ist vor allem der teure Sprit.

Schuld an der hohen gefühlten Inflation sind die teuren Spritpreise. dpa

Schuld an der hohen gefühlten Inflation sind die teuren Spritpreise.

Brüssel/BerlinTeures Öl hat die Inflation in der Euro-Zone im August angeheizt. Die Jahresteuerung lag nach endgültigen Daten der Statistikbehörde Eurostat vom Freitag bei 2,6 Prozent. Im Juli waren es noch 2,4 Prozent. Energie kostete 8,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, Lebensmittel verteuerten sich um 2,6 Prozent. Auch Alkohol und Tabak (plus 4,5 Prozent) sowie Verkehrskosten (plus 4,8 Prozent) sorgten für Preisauftrieb. Die Teuerungsrate ohne Energie, Nahrungs- und Genussmittel lag bei lediglich 1,5 Prozent.

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Quelle

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Die Schweizer Business-School IMD veröffentlich seit 1989 jährlich ihr Wettbewerbsranking. Dazu befragen die Wissenschaftler mehr als 4200 internationale Geschäftsleute. Die Länder werden nach über 300 Kriterien bewertet.

Das teure Öl trieb auch in Deutschland die Teuerung nach oben, wo die Preise im europäischen Vergleich (HVPI) um 2,2 Prozent stiegen. Die Inflationsrate in den 17 Staaten des Euroraums ist damit höher als der EZB lieb sein dürfte. Die Europäische Zentralbank sieht Preisstabilität bei einer Teuerungsrate von knapp unter zwei Prozent gewährleistet. EZB-Chef Mario Draghi erwartet jedoch, dass sich die Teuerungsrate in der wachstumsschwachen Eurozone im Laufe des nächsten Jahres wieder unter dieser Schwelle einpegeln wird.

In der Wahrnehmung der deutschen Verbraucher ist die Inflation jedoch weit höher als die offizielle Teuerungsrate. Nach Berechnungen der Großbank UniCredit lag die gefühlte Inflation im August bei 3,6 Prozent. Im langjährigen Vergleich ist das ein hoher Wert: In den vergangenen 15 Jahren lag die gefühlte Inflation im Schnitt bei 2,3 Prozent. Im Juli waren es noch 2,8 Prozent.

Schuld daran ist der teure Sprit: "Besonders die hohen Kraftstoffpreise sorgen dafür, dass die Inflation in der Wahrnehmung der Verbraucher deutlich höher ist", sagte der Deutschland-Chefvolkswirt von UniCredit, Andreas Rees. Im Unterschied zum Statistikamt gewichten die UniCredit-Ökonomen die untersuchten Waren nach ihrer Kaufhäufigkeit. Da Benzin und Nahrungsmittel wie frisches Obst und Gemüse regelmäßig gekauft werden, fallen den Verbrauchern die Preiserhöhungen hier besonders stark auf. Preissenkungen bei langlebigen Gütern wie Computern werden dagegen weniger beachtet, da diese Waren nur selten gekauft werden.

Rees geht davon aus, dass die gefühlte Inflationsrate in den kommenden Monaten weiter steigen wird, weil viele Nahrungsmittel nach den Dürren in den USA und Indien teurer werden dürften. "Tendenziell wird es weiter nach oben gehen", sagte Rees. "Aber ich glaube nicht, dass wir das im Herbst 2011 erreichte Hoch von 4,9 Prozent erreichen werden."

Nach der offiziellen Statistik kosteten Kraftstoffe 9,4 Prozent mehr als im August 2011. Erheblich teurer waren auch Obst (+9,2 Prozent) sowie Fisch (+6,1), Gemüse (+ 4,8) und Fleischwaren (+4,6).

Inflation hat Deutschland längst erreicht

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Von

rtr

Kommentare (18)

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Account gelöscht!

14.09.2012, 11:55 Uhr

The Sky is the limit, so tönte es im Jahre 2000 aus allen Medien, es klingt mir heute noch in den Ohren, alles wird anders das Internet ist die unerschöpfliche Geldquelle schlechthin der Dax rannte auf >8100 - das Ende ist bekannt. Heute ist es nicht anders die Geldquellen der EZB und der FED scheinen!!! unerschöpflich..... - das Ende ist noch nicht bekannt nur denken kann man es sich schon.

Unglaube

14.09.2012, 11:56 Uhr

Nicht zu vergessen:
Brot, Butter, Gemüse, Fleisch und nicht in Asien gefertigte Kleidung.
Dort haben wir heute EURO- Preise, die zahlenmäßig den letzten DM- Preisen gleich sind.
Die echte EURO- Inflation ist größer 8%.

Die staatlichen Statistiken beruhen auf einem politisch motiviertem Warenkorb.

Account gelöscht!

14.09.2012, 11:59 Uhr

"Inflation in der Euro-Zone steigt ....Gefühlt liegt die Teuerung weitaus höher."

Was heißt hier gefühlt liegt sie weitaus höher? Real steigen die Lebensmittelpreise zwischen 10 und 30 Prozent momentan! Nix nur gefühlt, das sind Tatsachen.

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