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28.02.2013

10:38 Uhr

Tiefer in die Rezession

Spaniens Wirtschaft bricht weiter ein

Das Krisenland Spanien kommt auf keinen grünen Zweig. Das BIP schrumpft immer weiter. 2012 war die Wirtschaft im Vergleich zum Vorjahr um rund 1,5 Prozent zurückgegangen. Die Inlandsnachfrage sei der Grund.

Arbeitslose stehen Schlange vor einem Arbeitsamt in Spanien. Die Wirtschaft Spaniens schrumpft immer stärker. dpa

Arbeitslose stehen Schlange vor einem Arbeitsamt in Spanien. Die Wirtschaft Spaniens schrumpft immer stärker.

MadridDas Euro-Krisenland Spanien rutscht immer tiefer in die Rezession. Wie das nationale Statistik-Institut INE am Donnerstag in Madrid mitteilte, schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal 2012 im Vergleich zum Vorquartal um 0,8 Prozent. Dies ist der mit Abstand stärkste Rückgang der spanischen Wirtschaftsleistung seit Beginn der Rezession Mitte 2011. Seitdem schrumpfte das spanische BIP sechs Quartale in Folge.

In einer ersten Schätzung vor einem Monat war das INE von einem Rückgang um 0,7 Prozent ausgegangen. Im dritten Quartal 2012 war die spanische Wirtschaftsleistung nur um 0,3 Prozent geschrumpft. Im gesamten Jahr 2012 betrug der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr 1,42 Prozent.

Die Ursache der Rezession liegt nach Angaben des INE vor allem in einer deutlich gesunkenen Inlandsnachfrage.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Lesomat

28.02.2013, 13:44 Uhr

Wenn das schwache BSP in Folge von 6 Quartalen kontinuierlich schrumpft, dann ist es keine Rezession mehr sondern eine Deppression.

Deppression auf Grund von depperter Brüsseler-Politik.
Oder besser: man muss schon von europäischer Anti-Politik sprechen, was Brüssel produziert.

Denn Politik würde Interessen ausgleichen und nicht soziale Gegensätze auf die Spitze treiben.

manu

28.02.2013, 14:29 Uhr

Wie war das noch? IWF: Senkung der Staatsausgaben um ein Prozent = Senkung des BIP zwischen 0,9% und 1,7%.
Wenn man den Menschen, die das Geld sofort wieder ausgeben (müssen), die Löhne kürzt, wird halt weniger gekauft. Und dann werden weniger Verkäufer/innen und weniger Geschäfte gebraucht. Und noch mehr Menschen haben weniger Geld zum Einkaufen.
Man könnte es ja von denen nehmen, die das Geld nicht sofort ausgeben. Zum Beispiel durch NICHT-Bankenrettung. Dann währen die Menschen betroffen, die sich mit Bankaktien verspekuliert haben.

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