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11.07.2012

10:03 Uhr

Tiefster Stand seit 2010

Deutsche Inflation ebbt weiter ab

Fallende Benzinpreise bremsen die Inflation in Deutschland. Wie im Vormonat sind die Verbraucherpreise weiter gesunken. Doch Experten gehen davon aus, dass die Entspannung nur von kurzer Dauer ist.

Niedrigere Benzinpreise sind mit dafür verantwortlich, dass die Inflation unter die Marke von zwei Prozent gefallen ist. dpa

Niedrigere Benzinpreise sind mit dafür verantwortlich, dass die Inflation unter die Marke von zwei Prozent gefallen ist.

Wiesbaden/BerlinDie Inflation in Deutschland ist weiter auf dem Rückmarsch: Im Juni sank die jährliche Teuerungsrate auf 1,7 Prozent. Das ist der niedrigste Stand seit Dezember 2010, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte und damit seine vorläufigen Zahlen bestätigte. Im Mai hatte der nachlassende Preisdruck bei Sprit und Heizöl die Rate erstmals seit knapp eineinhalb Jahren wieder unter die kritische Marke von zwei Prozent gedrückt. Damals lag der Wert bei 1,9 Prozent. Von Mai auf Juni 2012 sanken die Verbraucherpreise um 0,1 Prozent.

Zwar mussten Verbraucher auch im Juni für Energie mehr bezahlen als ein Jahr zuvor: 4,0 Prozent. Haushaltsenergie legte um 4,9 Prozent zu und Tanken kostete 2,2 Prozent mehr. "Allerdings hat der Preisdruck bei Energie insgesamt allmählich nachgelassen - dies hat wesentlich zu der rückläufigen Inflationsrate beigetragen", erklärten die Statistiker. Denn im Vergleich zum Mai verbilligten sich Mineralölprodukte um 3,2 Prozent. Kraftstoffe waren 2,9 Prozent günstiger und Preise für leichtes Heizöl gaben bereits den vierten Monat in Folge nach. Sie gingen um 4,3 Prozent zurück.

Verglichen mit den Preisexplosionen etwa bei Sprit im Frühjahr entspannte sich die Situation aber deutlich. Nahrungsmittel verteuerten sich um 3,6 Prozent. Ausrutscher nach oben: Margarine. Ihr Preis lag um 15,8 Prozent über dem Vorjahreswert - während Butter um 21,4 Prozent günstiger wurde.

Würde man die schwankungsanfällige Entwicklung bei Energie und Nahrungsmitteln herausrechnen, ergäbe sich für Juni eine Inflationsrate von 1,1 Prozent, erklärten die Statistiker. Die beiden Gütergruppen machen nach Angaben der Behörde knapp 20 Prozent der Ausgaben privater Haushalte aus. Zum Vormonat mussten die Verbraucher auch für Bekleidung und Schuhe 1,5 Prozent weniger ausgeben.

Volkswirte gehen davon aus, dass die Verbraucherpreise wegen der zuletzt höheren Lohnabschlüsse bald wieder auf breiter Front steigen werden. Als Inflationstreiber sehen viele Ökonomen auch die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), die sich mit extrem billigem Geld gegen die Schuldenkrise in Europa stemmt.

Kommentare (7)

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11.07.2012, 10:13 Uhr

Jajaa natürlich und wir haben alle sov iel Geld wie nie in der Tasche stimmts? Ganz vergessen habt ihr, dass es uns so gut wie niiieeeee zuvor geht und das die Arbeitslosenquote auf dem niedrigsten Stand jemals ist.

Was vergessen? Ach ja klar... Deutschland hat wie niiieeeeemand von der EU profitiert und niiieeemand hatte vor eine Mauer zuerrichten.

Übrigens, morgen kommt der Schäuble bei jedem Bürger persönlich vorbei um ihm 10.000 Euros zu überreichen....Überschüsse ;) Alles klar?

Nicht vergessen, morgen ist Weihnachten.

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11.07.2012, 10:20 Uhr

Das liegt einfach daran, das das Geld, was die EZB den Banken gegeben hat, nicht in den Wirtschaftskreislauf gelangt und vermutlich nur den Banken schöne Profite durch Spekulationsgeschäfte beschert.

Account gelöscht!

11.07.2012, 10:31 Uhr

Sie können sich als Privatinvestor derselben Werkzeuge bedienen wie die Banken um damit Spekulationsgewinne einzufahren. Ob dies Ihrer Erfahrung und Ihrem Anlagehorizont entspricht kann ich natürlich nicht beurteilen. Allerdings können Sie Ihre evtl. anfallenden Verluste nicht sozialisieren.

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